Die „The Red Queen’s War“-Trilogie von Mark Lawrence

Einige kennen den Autor Mark Lawrence vielleicht von der „Buch des Ahnen„-Trilogie um Nona, die in einem Kloster aufwächst und zu einer tödlichen Nonne ausgebildet wird. Andere kennen ihn vielleicht von der „Broken Empire“-Reihe um Prinz Jorg, der alles verbrennt, was seiner Rache im Wege steht. Wieder anderen ist er vielleicht von der Liste meiner Lieblingsautor*innen bekannt. Und viele kennen ihn vermutlich gar nicht, da Fantasy in Deutschland ein Nischen-Genre ist und Mark Lawrence hier ziemlich unbekannt ist. So unbekannt, dass die „The Red Queen’s War“-Trilogie es bisher gar nicht erst ins Deutsche geschafft hat, obwohl der dritte Teil bereits 2017 auf Englisch erschien. Und obwohl die Reihe ziemlich viel Spaß macht.

Da jetzt im März eine Schmuckausgabe von Grim Oak Press erscheint, die alle drei Teile und sogar noch eine weitere bisher unveröffentlichte Novelle enthält, möchte ich die Gelegenheit nutzen und die Trilogie näher vorstellen. Leider ist der Versand aus Amerika sowohl zeitaufwändig (Besuch beim Zollamt) als auch kostenintensiv (zusätzliche Besteuerung), weshalb ich mir die Ausgabe schweren Herzens nicht selbst bestellt habe.

Worum geht’s?

Die Geschichte handelt im Prinzip von zwei Personen: Prinz Jalan Kendeth und Wikinger Snorri ver Snagason. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Prinz Jalan ist ein recht unbedeutender Enkel der gefürchteten „Roten Königin“. Als solcher genießt er bei Hof zwar Privilegien, die er aber nur zu seinem eigenen Vorteil verwendet. Am liebsten verbringt er seine Zeit als betrunkener Schürzenjäger und notorischer Spieler; er ist faul, gerissen und vermeidet idealerweise jegliche Form von Konfrontation.

Ganz anders Snorri: Der Wikinger leidet unter dem (gewalttätigen) Verlust seiner Familie, was ihn aber nicht daran hindert, für Gerechtigkeit und Schwächere einzustehen. Er ist ein mächtiger Krieger und verteidigt seine Ideale in erster Linie mit seiner Axt.

Beide sind nur Bauern auf einem Schachfeld, das von der Roten Königin und ihrem Widersacher, dem Toten König kontrolliert wird. Durch das Schicksal aneinandergebunden reisen die beiden durch die Welt mitsamt einem kurzen Abstecher in die tatsächliche Hölle. Zwischendurch geraten die beiden in allerlei Abenteuer inklusive einer Belagerung durch Untote und einer Begegnung mit Loki, dessen Schlüssel jede Tür öffnen kann.

Ein besonderes Vergnügen bei der Lektüre war für mich der unwahrscheinliche Held Jalan, der die ganze Zeit eigentlich nichts lieber will, als zu seinem luxuriösen Leben voller Alkohol und Frauen zurückzukehren, dessen Schicksal es aber trotzdem zu sein scheint, die ganze Welt zu retten. Zumindest, wenn er es mal aus dem Bett schafft.

Die Novelle „The New World“

Ich hatte die Möglichkeit, die zusätzliche Geschichte aus der Schmuckausgabe bereits vorab zu lesen (ein Hoch auf den Autor!). Die Handlung spielt nach den drei Büchern und handelt von einer Schiffsreise in die „Neue Welt“, die unserem Amerika doch sehr ähnelt. Da es mehr als zwei Jahre her ist, seit ich die letzten Worte von Jalan und Snorri gelesen habe, habe ich mich sehr über das Wiedersehen gefreut. Die Interaktion zwischen den beiden hat nichts von ihrem Humor eingebüßt, im Gegenteil. Jalan wurde in Anerkennung seiner Errungenschaften in die Stellung seines Vaters gehievt und ist nun Kardinal, was ihm natürlich überhaupt nicht passt. Tatsächlich landet Jalan zur Strafe auf dem Schiff Richtung neue Welt, da er in einen Skandal mit vier nackten Nonnen verwickelt war.

Neugierig geworden? Natürlich gibt es die Trilogie nicht nur in der Schmuckausgabe von Grim Oak Press, sondern auch als Einzeltitel „Prince of Fools“, „The Liar’s Key“ und „The Wheel of Osheim“ im Buchhandel zu bestellen.

2 Kommentare zu „Die „The Red Queen’s War“-Trilogie von Mark Lawrence“

  1. If I understand this right, you are interested in the special edition but can’t order it due to the „Zoll“ and taxes etc.
    I am not sure if that applies if someone were to bring it over? My cousin is visiting in June from GE….I could order it for you and he can hand carry it back to GE. I believe one can bring back items worth up to 400 Dollars.
    Let me know 🙂

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