Saša Stanišić

Meine liebsten Hörbücher

Der Weg zum Arbeitsplatz und zurück beträgt für mich täglich entweder 40 Minuten mit dem Auto oder 1,5 Stunden mit dem Zug. Ich habe daher schon vor langer Zeit angefangen, auf dem Arbeitsweg neben dem Podcast von Jan Böhmermann (viele Grüße an Mallefitz an dieser Stelle) auch Hörbücher zu hören. Nicht nur mir, auch dem Stapel ungelesener Bücher tat das ganz gut, ich höre nämlich meistens die Hörfassungen von Büchern, die schon zu lange ungelesen geblieben sind. Im Verlauf der Zeit bin ich neben einigen Enttäuschungen auch auf die ein oder andere Perle gestoßen, die ich euch in diesem Beitrag näherbringen möchte.

„Herkunft“ von Saša Stanišić

Ich habe begonnen das Buch zu lesen, aber das war eine schlechte Idee: „Herkunft“ ist kein Roman zum Lesen, es ist eine Erzählung zum Hören, zum Zuhören. Abends am Lagerfeuer. Oder woanders, egal wo, Hauptsache frau* kann sich von der Außenwelt abschotten und sich ganz der Stimme des Erzählers hingeben. Und was für ein Erzähler das ist: Saša Stanišić, der Autor höchstselbst, leiht dieser – seiner – Geschichte Glaubwürdigkeit und Dramatik, wie es niemand anderes könnte. Immer wieder habe ich mich in und zwischen den Zeilen verloren, ganz im Sog von Stanišićs Stimme.

Buchcover zu "Herkunft" von Sasa Stanisic
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