Sachbuch

„Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des #SachJan21

„Voll dein Buch!“, sagte meine Frau, nachdem ich ihr ein bisschen über den Inhalt von „Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay erzählt hatte. Und was soll ich sagen? Sie hat Recht. Unsere Sprache beeinflusst unser Bewusstsein und damit auch unsere Wahrnehmung und unser Denken. Was sprachlich nicht stattfindet, wird auch kulturell ausgegrenzt. Darüber schreibt – viel besser als ich es je ausdrücken könnte – Kübra Gümüşay in ihrem Buch.

Ruth Bader Ginsburg – 300 Statements der berühmten Supreme Court-Richterin

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2020

Es passt zu den Hiobsbotschaften der vergangenen Jahre aus den USA: Die Supreme-Court-Richterin, Feministin und Ikone Ruth Bader Ginsburg ist am Freitag, den 18. September verstorben. Ihr letzter großer Wunsch, dass ihre Stelle erst nach den Präsidentschaftswahlen neu besetzt werden solle, wird ihr aller Voraussicht nach nicht gewährt. Was das für die US-Amerikanische Politik und Bevölkerung bedeutet und welche Auswirkungen das zum Beispeil auf die Rechte von Frauen haben könnte, lässt sich zum Beispiel hier nachlesen. Um es kurz zu machen: Eine ziemliche Scheiße, das alles.

„Keine Panik, ist nur Technik“ von Kenza Ait Si Abbou

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2020

Eine kurze Google Recherche hat ergeben: 100% der mir vorgeschlagenen „Bücher über Technik“ sind geschrieben von Männern. Auch die „Top 10 Technik“ von Hanser Fachbuch sind komplett von Männern geschrieben. Umso bemerkenswerter also, dass „Keine Panik, ist nur Technik“ von einer Frau verfasst wurde. Um es gleich vorwegzunehmen: Das Buch über Algorithmen und Künstliche Intelligenz von Kenza Ait Si Abbou Lyadini ist absolut fantastisch!

„We are Feminists – Eine kurze Geschichte der Frauenrechte“

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2020

Ein Buch über die Geschichte der Frauenbewegung habe ich im Juli schon gelesen: „Die illustrierte Geschichte der weltweiten Frauenbewegung“ ist ein interessantes Buch, für das ich aber auch Kritikpunkte hatte: Zu zentriert auf den englischsprachigen Raum, teils langatmig, wenig Raum für queere Themen. Da war ich gespannt, was „We are Feminists“ besser macht.

„Feminismus – Die illustrierte Geschichte der weltweiten Frauenbewegung“

Dieser Band im Coffee-Table-Format beleuchtet die wichtigsten feministischen Strömungen der letzten 150 Jahre und setzt die Geschichte des Feminismus mit historischen Dokumenten und Fotografien in Szene. Dargestellt werden kämpfende Frauen von der Suffragettenbewegung bis hin zu Feminist*innen heute. Geschichte ist ja schön und gut, aber was nutzt die Lektüre des Buches für die aktuelle Debattenkultur? Die Antwort liefern die Autor*innen in der Einleitung direkt selbst:

Weil es für Feminist*innen wichtiger ist denn je, ihre Geschichte zu kennen. Wer überzeugend sein will, wer die Ansichten anderer verstehen und einordnen können will, muss zwangsläufig gut informiert sein.
Feminismus, S. 4

„Nerds retten die Welt“ von Sibylle Berg

Sich ein Weltuntergangsszenario vorzustellen, ist momentan gar nicht so schwer. Dazu braucht es noch nicht einmal dystopische Comics. Da wir aber nicht unbedingt auf die Rettung durch Außerirdische zählen können, stellt sich die Frage: „Wer rettet uns und unsere Welt?“ Sibylle Bergs Antwort auf diese Frage lautet: Die Nerds! Im Rahmen einer Kolumne sprach Berg mit Wissenschaftler*innen über Themen wie die digitale Revolution, sexuelle Gewalt in Kriegsgebieten, außerparlamentarischen Widerstand, intersektionale Diskriminierung, den Aufbau der Klitoris und viele mehr. Nicht unbedingt Themen für alte weiße Männer also. Von den 16 interviewten Expert*innen sind auch immerhin sieben weiblich. Gut so.

„Frauen und Macht: Ein Manifest“ von Mary Beard

Angepriesen von der Zeit als ein Buch mit der „Sprengkraft einer handtaschentauglichen Kleinwaffe“, kommt „Frauen und Macht: Ein Manifest“ von Mary Beard erst einmal recht schmal daher. Was findet sich auf den 112 Seiten, das nicht bereits gesagt wurde, das feministische Debatten bereichert und dazu auch noch Sprengkraft hat?

„Prinzessinnenjungs“ von Nils Pickert

Manchen mag das Cover von „Prinzessinnenjungs“ vage bekannt vorkommen. Es geisterte vor ein paar Jahren durch die sozialen Medien. Darauf zu sehen: Feminist, Journalist und Vater Nils Pickert in einem Rock, an der Hand sein Sohn, in einem Kleid. Sein fünfjähriger Sohn trage gerne Röcke und er wolle ihm ein Vorbild sein und zeigen, dass das Tragen von Röcken okay sei. Und er wolle die unweigerlich aufkommenden Anfeindungen auf seine Schultern nehmen, statt auf die seines Sohnes. Dafür hat Pickert sowohl viel Zuspruch, als auch viele Anfeindungen abbekommen. Nun ist Pickerts „Pladoyer für die Freiheit von Geschlechterrollen in der Erziehung unserer Söhne“ erschienen. Die Resonanz wird wohl – leider – ähnlich ausfallen.

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