Krimi

„Die Tinktur des Todes“ von Ambrose Parry

Ein Freier, der Gefühle für eine Prostituierte hegt. Ein Mord im Rotlichtmilieu, den niemand ernsthaft aufklären will. Ein Mann mit einem dunklen Geheimnis. Ein Hausmädchen, das sich zu Höherem berufen fühlt. Ein geheimer Kuss in einer engen Besenkammer. Puh, bei der „Tinktur des Todes“ wurde offenbar extrem tief in die Klischee-Kiste gegriffen. Vermutlich ließen sich noch einige weitere finden. Das Klischee des noblen Butlers zum Beispiel. Oder das des armen jungen Mannes, der seine Herkunft und seinen niederen Stand verschweigt und unbedingt aufsteigen will.

Und noch etwas muss ich gleich zu Beginn relativieren: Die Aussage „So genial wie Sherlock Holmes„, die im Begleitschreiben zu dem Rezensionsexemplar steht, passt überhaupt nicht zum Buch. Wenn die Leser*in schon lange vor den Figuren weiß, wer der Mörder ist, sind die Charakter vielleicht vieles, aber nicht genial wie Sherlock Holmes.

Trotz alledem hat mir die Lektüre von „Die Tinktur des Todes“ durchaus Spaß gemacht.

Niklas Natt och Dag – 1793

Das Buch wurde mir auf einem „Lieblingsbücherabend“ von meiner örtlichen Buchhandlung Osiander vorgestellt und empfohlen. Krimis gehören eigentlich nicht zu meinen hauptsächlichen Lesevergnügungen, aber der Vergleich mit Sherlock Holmes auf dem Umschlag hat mich neugierig gemacht. Ein Schwedenkrimi mit Sherlock Holmes und Dr. Watson? Klingt zu gut, um wahr zu sein.

Das Buchcover. In den Zahlen "1793" sind die Umrisse einer Hafenstadt zu sehen.
Scroll to Top