Feministische Essays

„Bin ich Feministin?“ von RoXXie SiXX

Bin ich Feministin? – Mein Weg zum Feminismus
Ein Gastbeitrag von RoXXie SiXX im Rahmen des #femtember

Feminismus: Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt (Definition nach Duden)

Ich muss gestehen, dass ich mich lange, sehr lange Zeit nicht wirklich mit dem Thema „Feminismus“ beschäftigt habe. Warum? Weil es mir nicht notwendig erschien.
Ich muss aber auch gestehen, dass Feminismus für mich lange Zeit hieß, dass ich meine BHs verbrennen müsste, kein Make-Up auflegen darf und nicht auf mein Äußeres im Allgemeinen achten muss/darf. Warum? Dies war das Bild von Feminismus, welches überall um mich herum suggeriert wurde.
Ein Bild des Feminismus, welches lange Zeit vielen jungen Mädchen und Frauen, und Jungs und Männern, eingeimpft wurde. Wollte man uns dadurch von der Bewegung fernhalten? Ich weiß es nicht, aber es deutet viel daraufhin.

Ich war immer für Gleichberechtigung, ob nun Gender-betreffend oder eben aufgrund anderer Merkmale (Herkunft, Hautfarbe, Religion, etc.). Als Jugendliche habe ich nicht verstehen wollen oder können, wieso soviel Hass auf der Welt vorherrscht, auch wenn der Geschichtsunterricht mich viele Dinge gelehrt hatte.
Aber ich fühlte mich von »Ultrafeminist:innen« zurückgestoßen. In meinen Augen hatten sie immer die Attitüde: »Wenn du nicht mit uns bist, dann bist du gegen uns!«
Was sollte der Quatsch? Kann ich nicht auch ohne großes Tamtam und Rumgebrülle für meine Gleichberechtigung kämpfen und einstehen? Einfach in dem ich stolz bin zu sein, wer ich bin? Ein Mädchen. Ein Frau! Macht mich das zur Feministin?

"Bin ich Feministin?" von RoXXie SiXX
Bild von Jasmin Sessler auf Pixabay

[Feministische Essays #3] „Untenrum frei“

Als Abschluss meiner kleinen Reihe zum feministischen September #femtember habe ich mir mein erstes und auch liebstes feministisches Buch aufbehalten: „Untenrum frei“ von Margarete Stokowski. Zum ersten Mal begegnet bin ich Margarete Stokowski in einer Folge von „Schulz und Böhmermann“. Danach wurde ich neugierig und fing an, ihre Kolumnen auf Spiegel Online zu lesen. Sie war der Grund, warum ich anfing, mich mit Feminismus zu beschäftigen und ihr Buch hat mich so sehr beschäftigt, dass ich es bis heute mehrmals gelesen und auch als Hörbuch gehört habe.

[Feministische Essays #2] „Bad Feminist“

Im Rahmen des feministischen September #femtember habe ich mich mit feministischen Essaybänden beschäftigt. Heute: „Bad Feminist“ von Roxane Gay.

„Ich nehme ganz offen die Bezeichnung bad feminist, schlechte Feministin, für mich in Anspruch. Und zwar deshalb, weil ich ein unvollkommenes menschliches Wesen bin. In feministischer Geschichtsschreibung bin ich nicht besonders bewandert. Ebenso wenig kenne ich alle feministischen Schlüsseltexte so gut, wie ich sie gerne kennen würde. Ich habe gewisse… Interessen und persönliche Eigenschaften und Meinungen, die mit dem feministischen Mainstream vielleicht nicht übereinstimmen, und dennoch bin ich Feministin. Ich kann gar nicht sagen, wie befreiend es gewesen ist, das zu akzeptieren.“

Roxane Gay, S. 7
Das Cover zu "Bad Feminist" von Roxane Gay

[Feministische Essays #1] „The Future is Female!“

Im Zuge des feministischen September #femtember habe ich mich durch eine ganze Menge Essays gelesen. Es scheint, als wäre das Essay eine beliebte Textform bei Feminist*innen. Die Essaybände möchte ich euch in den kommenden Wochen gerne näher vorstellen. Als erstes vorgenommen habe ich mir „The Future is Female!“, das mir im Buchladen verdammt neonpink entgegen leuchtete. Da habe ich mir natürlich die Frage gestellt: Leuchtet das Buch von innen genauso sehr, wie von außen?

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