Feminismus

„Abschied von Hermine“ von Jasmin Schreiber

Ich möchte diese Rezension ausnahmsweise mit einer persönlichen Geschichte beginnen: Vor gar nicht langer Zeit hat eine Freundin mit mir die Verteidigung ihrer Doktorarbeit geübt (natürlich per Videokonferenz). Sie ist Biologin und das Thema war unter anderem Apoptose, Zelltod. Ich habe nicht alles verstanden, das macht aber gar nichts, denn kurze Zeit später las ich die Basics noch einmal in „Abschied von Hermine“ von Autorin Jasmin Schreiber, die ebenfalls Biologin ist. Darin geht es zuvorderst um den Tod. Unangenehmes Thema für viele, ich weiß. Im vorliegenden Fall aber gleichzeitig ein wahres Lesevergnügen.

Ich habe besagter Freundin übrigens das Buch dann zur Verleihung ihres Doktortitels geschenkt, weil sich Bücher von Jasmin Schreiber einfach super verschenken lassen (Nein, das signierte Exemplar habe ich behalten, so altruistisch bin ich dann auch wieder nicht). Ihr Erstlingswerk „Marianengraben“ habe ich – Stand aktuell – schon sicher fünf Mal in Geschenkpapier eingepackt und vermutlich wird noch das ein oder andere Mal folgen.

„Auf einem Sonnenstrahl“ von Tillie Walden

Dieser Beitrag ist Teil des Themenmonats #ComicMärz 2021

Bevor ich über „Auf einem Sonnenstrahl“ zu sprechen komme, muss ich eines loswerden: Tillie Walden macht ganz große Kunst. Ihre Werke sind einzigartig und zeugen von Diversität, Verständnis und auch Zielstrebigkeit. In „Auf einem Sonnenstrahl“ hat Tillie Walden 544 Seiten komplett selbst geschrieben, gezeichnet und koloriert. Irre, was das für eine Arbeit gewesen sein muss! Und das ist ja längst nicht Waldens einzige Arbeit. Auf Deutsch sind von ihr außerdem „Pirouetten“ und „West, West Texas“ erschienen, beide auch absolut empfehlenswert. Wer noch mehr zu Tillie Walden erfahren möchte, dem sei dieser Artikel auf tor-online.de von Christian Endres ans Herz gelegt. Ich kann verraten, dass Endres eine ähnliche Lobeshymne geschrieben hat wie die, die hier gleich folgt.

Feministische Comics 2

Dieser Beitrag ist Teil des Themenmonats #ComicMärz 2021

Vor einem Jahr habe ich im Rahmen des ComicMärz einen ersten Sammelbeitrag über feministische Comics verfasst. Leider ist dieser zweite Artikel nicht ganz rechtzeitig zum diesjährigen feministischen Kampftag fertig geworden. Da wir aber noch Meilen von einer diversen gleichberechtigten und diskriminierungsfreien Gesellschaft entfernt sind, ist bis dahin sowieso jeder Tag feministischer Kampftag. Also Vorhang auf für eine neue Runde feministischer Comics!

Wie entsteht ein Comic beim avant-verlag? Ein Interview mit Gründer Johann Ulrich

Dieser Beitrag ist Teil des Themenmonats #ComicMärz 2021

Lieber Herr Ulrich, zuerst einmal vielen herzlichen Dank, dass Sie sich zu diesem Interview im Rahmen des Themenmonats #ComicMärz bereiterklärt haben. Es ist mir eine besondere Freude, gerade weil der avant-verlag ein sehr politisches Profil hat.

„Wie schreibe ich divers? Wie spreche ich gendergerecht? Ein Praxishandbuch“

Wenn ihr meinen Blog häufiger besucht, wisst ihr um meine Bemühungen zu gendergerechterer Sprache. Manchmal bin ich mir bei Formulierungen aber unsicher und natürlich könnte ich einiges besser machen. Wie gut, dass kürzlich dieses „Praxishandbuch zu Gender und Sprache“ bei w_orten und meer erschienen ist, einem Verlag für diskriminierungskritisches Handeln.

„Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des #SachJan21

„Voll dein Buch!“, sagte meine Frau, nachdem ich ihr ein bisschen über den Inhalt von „Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay erzählt hatte. Und was soll ich sagen? Sie hat Recht. Unsere Sprache beeinflusst unser Bewusstsein und damit auch unsere Wahrnehmung und unser Denken. Was sprachlich nicht stattfindet, wird auch kulturell ausgegrenzt. Darüber schreibt – viel besser als ich es je ausdrücken könnte – Kübra Gümüşay in ihrem Buch.

„Wasteland“ von Judith C. Vogt & Christian Vogt

Oder: Wie schreibe ich einen Roman in gendergerechter Sprache?

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2020

Wir schreiben das Jahr 2064. Große Teile der Welt wurden durch biologische Kampfstoffe verseucht, sind nicht mehr bewohnbar, nur noch „Wasteland“. Das übrige Gebiet haben gewalttätige Gangs unter sich aufgeteilt, die andere mit toxischem Verhalten unterdrücken. Ziemlich dystopisch also, das Ganze. Gleichzeitig bietet die Geschichte von Judith und Christian Vogt aber auch eine utopische Aspekte, die durchaus zum Träumen anregen.

„Bin ich Feministin?“ von RoXXie SiXX

Bin ich Feministin? – Mein Weg zum Feminismus
Ein Gastbeitrag von RoXXie SiXX im Rahmen des #femtember

Feminismus: Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt (Definition nach Duden)

Ich muss gestehen, dass ich mich lange, sehr lange Zeit nicht wirklich mit dem Thema „Feminismus“ beschäftigt habe. Warum? Weil es mir nicht notwendig erschien.
Ich muss aber auch gestehen, dass Feminismus für mich lange Zeit hieß, dass ich meine BHs verbrennen müsste, kein Make-Up auflegen darf und nicht auf mein Äußeres im Allgemeinen achten muss/darf. Warum? Dies war das Bild von Feminismus, welches überall um mich herum suggeriert wurde.
Ein Bild des Feminismus, welches lange Zeit vielen jungen Mädchen und Frauen, und Jungs und Männern, eingeimpft wurde. Wollte man uns dadurch von der Bewegung fernhalten? Ich weiß es nicht, aber es deutet viel daraufhin.

Ich war immer für Gleichberechtigung, ob nun Gender-betreffend oder eben aufgrund anderer Merkmale (Herkunft, Hautfarbe, Religion, etc.). Als Jugendliche habe ich nicht verstehen wollen oder können, wieso soviel Hass auf der Welt vorherrscht, auch wenn der Geschichtsunterricht mich viele Dinge gelehrt hatte.
Aber ich fühlte mich von »Ultrafeminist:innen« zurückgestoßen. In meinen Augen hatten sie immer die Attitüde: »Wenn du nicht mit uns bist, dann bist du gegen uns!«
Was sollte der Quatsch? Kann ich nicht auch ohne großes Tamtam und Rumgebrülle für meine Gleichberechtigung kämpfen und einstehen? Einfach in dem ich stolz bin zu sein, wer ich bin? Ein Mädchen. Ein Frau! Macht mich das zur Feministin?

"Bin ich Feministin?" von RoXXie SiXX
Bild von Jasmin Sessler auf Pixabay

„Keine Panik, ist nur Technik“ von Kenza Ait Si Abbou

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2020

Eine kurze Google Recherche hat ergeben: 100% der mir vorgeschlagenen „Bücher über Technik“ sind geschrieben von Männern. Auch die „Top 10 Technik“ von Hanser Fachbuch sind komplett von Männern geschrieben. Umso bemerkenswerter also, dass „Keine Panik, ist nur Technik“ von einer Frau verfasst wurde. Um es gleich vorwegzunehmen: Das Buch über Algorithmen und Künstliche Intelligenz von Kenza Ait Si Abbou Lyadini ist absolut fantastisch!

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