April 21

„Abschied von Hermine“ von Jasmin Schreiber

Ich möchte diese Rezension ausnahmsweise mit einer persönlichen Geschichte beginnen: Vor gar nicht langer Zeit hat eine Freundin mit mir die Verteidigung ihrer Doktorarbeit geübt (natürlich per Videokonferenz). Sie ist Biologin und das Thema war unter anderem Apoptose, Zelltod. Ich habe nicht alles verstanden, das macht aber gar nichts, denn kurze Zeit später las ich die Basics noch einmal in „Abschied von Hermine“ von Autorin Jasmin Schreiber, die ebenfalls Biologin ist. Darin geht es zuvorderst um den Tod. Unangenehmes Thema für viele, ich weiß. Im vorliegenden Fall aber gleichzeitig ein wahres Lesevergnügen.

Ich habe besagter Freundin übrigens das Buch dann zur Verleihung ihres Doktortitels geschenkt, weil sich Bücher von Jasmin Schreiber einfach super verschenken lassen (Nein, das signierte Exemplar habe ich behalten, so altruistisch bin ich dann auch wieder nicht). Ihr Erstlingswerk „Marianengraben“ habe ich – Stand aktuell – schon sicher fünf Mal in Geschenkpapier eingepackt und vermutlich wird noch das ein oder andere Mal folgen.

„Invincible“ Band 1

Die Animationsserie zu den „Invincible“ Comics ist seit kurzem bei Amazon Prime zu sehen. Nicht nur hat die Serie irre gute Bewertungen bei rottentomatoes und IMDB, sie schaffte es sogar in die Feuilletons mehrerer großer Zeitungen. Der Spiegel bescheinigte ihr zum Beispiel „potenziell tiefe, genrekritische Abgründe“. Kein Wunder, schließlich steckt „The Walking Dead“-Schöpfer Robert Kirkman hinter der Comicvorlage, auf der die Serie basiert (auch wenn sie dramaturgisch an manchen Stellen Änderungen vorgenommen hat).

“Friedensklingen” von Joe Abercrombie

“Süßer die Glocken nie kliiiiiingen…”, wird sich wohl das Team hinter der deutschen Übersetzung von “The Trouble With Peace” von Joe Abercrombie gedacht haben. Auf Deutsch halt: Irgendwas mit -klingen, Nummer 5000. Dieses Mal hat „Friedensklingen“ das Rennen gemacht. Wohoo! Aber lassen wir das, ich habe mich bei ersten Band dieser Trilogie, “Zauberklingen” schon über die Übersetzung geärgert. Immerhin passt das Cover besser und der Titel hat dieses Mal entfernt etwas mit dem Inhalt zu tun. Der Inhalt ist übrigens – nur damit das von Anfang an klar ist – über alle Zweifel erhaben. Abercrombie gehört weiterhin zu meinen absoluten Lieblingsautor*innen und liefert wieder ganz großes Kino ab. Kein Wunder, dass das Buch drei Mal den Weg in meine Regale gefunden hat.

“Die goldene Ananas” von Dennis Kornblum

Es ist noch nicht allzu lange her, Anfang Februar war es, da flatterte eine Rezensionsanfrage in mein Postfach. Nun sind Rezensionsanfragen häufig eher nervig, weil sie teilweise einfachste Höflichkeitsformeln vergessen und nicht einmal an einen persönlich adressiert sind. Der Höhepunkt war einmal eine Anfrage, bei der die Mailadressen der hundert anderen Blogger*innen, die gleichzeitig angefragt wurden, sogar noch in der Mail zu sehen waren. Diese Nachricht allerdings war anders. Dennis Kornblum schrieb mir eine persönliche, freundliche und unaufdringliche Mail zu seinem Buch “Die goldene Ananas”. Er sagte, er sei selbst vom Asperger-Syndrom betroffen und habe in dem Roman auch autobiografische Erlebnisse verarbeitet. Zu dieser Anfrage habe ich sehr gerne “Ja” gesagt, zumal da ich hier auf dem Blog auch schon andere Bücher zum Thema “Autismus” vorgestellt habe.

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