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„Ich bin Gideon“ von Tamsyn Muir

Hand aufs Herz: Wann ist dir zum letzten Mal ein Buch beim Lesen nicht mehr aus dem Kopf gegangen? Wann hast du beim letzten Mal ständig an eine Geschichte gedacht, obwohl du das Buch gar nicht in der Hand hattest? Das war bei mir schon lange nicht mehr der Fall, bis… zu „Ich bin Gideon“ von der neuseeländischen Autorin Tamsyn Muir. Deshalb eine Warnung: Das hier wird weniger eine Rezension, als vielmehr eine Lobeshymne auf meine Favoritin für den Gewinn des diesjährigen HUGO-Awards.

Captain Marvel (2018) – Die ganze Geschichte

Entstehungsgeschichten von Superheld*innen waren schon immer „retroaktiv“. Das heißt, dass immer wieder neue Elemente eingefügt oder gar die ganze Entstehungsgeschichte massiv umgekrempelt werden kann – wie es halt gerade passt. Genau das passiert in diesem Band über Carol Danvers, wohl auch in Verbindung mit dem Captain Marvel-Film. Also Vorhang auf für die neue Captain Marvel!

„Prinzessinnenjungs“ von Nils Pickert

Manchen mag das Cover von „Prinzessinnenjungs“ vage bekannt vorkommen. Es geisterte vor ein paar Jahren durch die sozialen Medien. Darauf zu sehen: Feminist, Journalist und Vater Nils Pickert in einem Rock, an der Hand sein Sohn, in einem Kleid. Sein fünfjähriger Sohn trage gerne Röcke und er wolle ihm ein Vorbild sein und zeigen, dass das Tragen von Röcken okay sei. Und er wolle die unweigerlich aufkommenden Anfeindungen auf seine Schultern nehmen, statt auf die seines Sohnes. Dafür hat Pickert sowohl viel Zuspruch, als auch viele Anfeindungen abbekommen. Nun ist Pickerts „Pladoyer für die Freiheit von Geschlechterrollen in der Erziehung unserer Söhne“ erschienen. Die Resonanz wird wohl – leider – ähnlich ausfallen.

Malcolm Max Kapitel 1-3

Wenn ich das richtig verstehe, sollte Autor Peter Mennigen ursprünglich Hörspiele als Beilage zu einer Comicserie entwickeln. Der Verlag musste kurz danach schließen, die Hörspiele aber wurden weiter produziert und waren wohl so erfolgreich, dass 2013 ein erster Comic entstand. Ich muss gestehen, ich habe die Hörspiele von Malcolm Max nie gehört. Stattdessen haben mich begeisterte Buchblogger*innen wie Gabriela oder Bella auf die Steampunk-Mystery-Geschichten um Vampirjäger Malcolm Max aufmerksam gemacht. Und bereits nach den ersten zwölf Seiten war ich hellauf begeistert.

Captain Marvel (2019) 1

Das Captain Marvel-Fieber hat mich infiziert. Während dem ComicMärz hatte ich mich intensiver mit der Superheldin beschäftigt und war von ihren oftmals feministischen Kämpfen ganz eingenommen. Dabei hat Captain Marvel schon die ein oder andere große Veränderung hinter sich, nachzulesen zum Beispiel in der Captain Marvel Anthologie. Band 1 der neuen Soloserie mit dem Titel „Eine für alle, alle für eine“ ist Anfang diesen Jahres auf Deutsch erschienen und ich musste unbedingt einen Blick hinein werfen.

„Penny Dreadful“ – Die Comics zur Serie

Dieser Beitrag ist Teil des Themenmonats #Comicmärz

Penny Dreadful (ausgestrahlt von 2014-2016) ist eine Horrorserie, die im viktorianischen London spielt und dabei allerlei bekannte Figuren versammelt: Dracula, Viktor Frankenstein, Dr. Jekyll und Mister Hyde zum Beispiel. Beeindruckend an der Serie finde ich die Ausarbeitung der Charaktere, die sich dem Bösen entgegen stellten: Sie sind alle keine Ritter in strahlender Rüstung, sondern hatten selbst Schlechtes getan. In allen Biographien gibt es (sehr) dunkle Kapitel. Die Figuren haben mit inneren und äußeren Dämonen zu kämpfen und zeigen sich dabei als zutiefst menschlich. Im Mittelpunkt steht dabei Vanessa Ives, gespielt von Eva Green, die von Satan zur „Mutter des Bösen“ auserkoren wurde und sich zunehmend verzweifelt gegen dessen Einfluss wehrt. Die drei Staffeln sind bei Netflix verfügbar, eine „vierte Staffel“ existiert in Comicform. Ich habe mich im Rahmen des #ComicMärz herangewagt.

„Brennender Fels“ von N.K. Jemisin

Nora K. Jemisin ist die erste Autorin überhaupt, die mit ihrer „Broken Earth“-Trilogie drei Jahre in Folge den HUGO Award gewonnen hat. Das spricht doch schon für sich. Band eins, „Zerrissene Erde“, habe ich bereits gelesen und war begeistert. Band zwei, „Brennender Fels“ ist Anfang Februar erschienen und ich wollte – nein, ich musste – unbedingt wissen, wie es weiter geht.

„Marianengraben“ von Jasmin Schreiber

Mit dem Erhalt von Jasmin Schreibers „Marianengraben“ ging für mich ein großer Bloggertraum in Erfüllung: Ich hielt plötzlich eine „Advance Reading Copy“ oder eine „Unkorrigierte Werkstattausgabe“, wie es wohl auf Deutsch heißt, in den Händen. Allein dafür hat sich das Bloggen seit bald einem Jahr schon gelohnt! Aber lohnt sich auch das Lesen des Buches, das am 28.02. als Hardcover in den Buchläden erscheint?

„Zauberklingen“ von Joe Abercrombie

Mein Buch des Jahres 2019 war „A Little Hatred“ von Joe Abercrombie und ich habe hier bereits ausführlich über das Buch geschwärmt, es war für mich das Buch des Jahres 2019 und ich habe bereits zwei signierte Editionen bei mir im Regal stehen. Seit dem 10. Februar ist nun auch die deutsche Übersetzung mit dem Titel „Zauberklingen“ im Buchhandel erhältlich. Dank dem Bloggerportal hatte ich das große Vergnügen, die Geschichte noch einmal auf deutsch zu lesen. Dabei fand ich die Übersetzung größtenteils sehr gelungen, bin aber von einer Entscheidung wahnsinnig genervt.

„Eine Reise in die geheimnisvolle Tiefsee“

Komm mit mir auf wundersame Weise auf die Reise… zum tiefsten Punkt des tiefsten Meeres. Du brauchst: Nichts. Außer diesem Buch. Denn die Illustrationen in „Eine Reise in die geheimnisvolle Tiefsee“ sind so realistisch und so schön anzusehen, vermutlich kann die Realität damit gar nicht mithalten. Illustratorin Annika Siems hat einen wundervollen Job erledigt und ich würde sehr gerne einmal die großformatigen Ölgemälde bewundern, die sie für dieses Buch gemalt hat. Und in dem Moment, als ich die Rezension von Gabriela gelesen habe, wusste ich: Dieses Buch will ich auch rezensieren!

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