Comics und Graphic Novels,  Rezensionen

„Schattenspringer 3“ von Daniela Schreiter

Nun mit „Schattenspringer 3“ noch der (krönende?) Abschluss der Trilogie von Daniela Schreiter. Teil 1 fand ich toll, Teil 2 noch besser, was machen wir da also mit dem dritten Teil? Die Infos zu Autismus und Autorin/Zeichnerin sind übrigens in meiner Rezension zum ersten „Schattenspringer“ zu finden, falls jemand nachlesen möchte.

Das Cover zu „Schattenspringer 3“

Schattenspringer 3 | Autorin: Daniela Schreiter | Zeichnungen: Daniela Schreiter
Verlag: Panini Comics | Seiten: 160 | Veröffentlicht am: 21.08.2018
Werbung: Rezensionsexemplar

Das Spektrum ist vielfältig

„Wer einen Autisten kennt, kennt genau EINEN Autisten!“

– Daniela Schreiter, S. 7

Der Untertitel „Spektralfarben“ sagt es schon: Das Autismus-Spektrum hat jede Menge verschiedener Farben (sicher nicht nur sieben). Deshalb kommen in „Schattenspringer 3“ andere Menschen mit Autismus zu Wort und erzählen von ihren ganz eigenen Erfahrungen. Ben blickt auf sein Studium und die Schwierigkeiten bei Gruppenarbeiten zurück (Ich haaaassse Gruppenarbeiten! Also wenn ich selbst mitarbeiten muss, als Aufgabe für meine Schüler*innen sind sie ganz in Ordnung 🙂 ). Klara beschreibt das große Monster der Einsamkeit. Melanie erzählt von ihren Mobbingerfahrungen und vielem mehr. Alle Erfahrungsberichte sind sehr eingängig und beleuchten noch einmal viele Punkte, die bereits in „Schattenspringer“ und „Schattenspringer 2“ vorgekommen sind.

Gewohnt ausdrucksstarke Bilder

Die Zeichnungen sind wieder sehr ausdrucksstark, besonders wenn es um das Darstellen von Emotionen geht. Mir scheint, als wäre die Linienführung im Vergleich zu Teil 1 und 2 sogar noch etwas klarer und flüssiger. Zeichentechnisch finde ich „Schattenspringer 3“ sogar noch gelungener als die beiden anderen Bände.

Ein Ausschnitt aus „Schattenspringer 3“. Es ist ein Einsamkeitsmonster zu sehen.

Allerdings – ein kleines „aber“ habe ich doch – war ich bei Daniela Schreiters persönlicher Geschichte mehr involviert als bei den deutlichen kürzeren Erzählungen in diesem Band. Die Interviews und die Interviewpartner*innen waren ebenfalls interessant, haben für mich emotional aber weniger Gehalt als die Erinnerungen der Autorin. Mein Fazit lautet daher: „Schattenspringer 3“ rundet eine Geschichte ab, die allerdings schon davor rund war. Kein Muss, der Band erweitert aber die ersten beiden Graphic Novels um einige weitere Perspektiven. 8 von 10 Freunden dafür!

Die Bewertung zu „Schattenspringer 3“. 8/10 Freunde.

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