„Penny Dreadful“ – Die Comics zur Serie

Dieser Beitrag ist Teil des Themenmonats #Comicmärz

Penny Dreadful (ausgestrahlt von 2014-2016) ist eine Horrorserie, die im viktorianischen London spielt und dabei allerlei bekannte Figuren versammelt: Dracula, Viktor Frankenstein, Dr. Jekyll und Mister Hyde zum Beispiel. Beeindruckend an der Serie finde ich die Ausarbeitung der Charaktere, die sich dem Bösen entgegen stellten: Sie sind alle keine Ritter in strahlender Rüstung, sondern hatten selbst Schlechtes getan. In allen Biographien gibt es (sehr) dunkle Kapitel. Die Figuren haben mit inneren und äußeren Dämonen zu kämpfen und zeigen sich dabei als zutiefst menschlich. Im Mittelpunkt steht dabei Vanessa Ives, gespielt von Eva Green, die von Satan zur „Mutter des Bösen“ auserkoren wurde und sich zunehmend verzweifelt gegen dessen Einfluss wehrt. Die drei Staffeln sind bei Netflix verfügbar, eine „vierte Staffel“ existiert in Comicform. Ich habe mich im Rahmen des #ComicMärz herangewagt.

Penny Dreadful | Autor: Chris King | Illustrationen: Jesús Hervás | Farben: Jason Wordie
Lettering: Rob Steen | Verlag: Titan Comics | 3 Hefte, je ca. 110 Seiten

Für Fans

Die Comics gibt es gebündelt in insgesamt drei Ausgaben zu erstehen, „The Awaking“ , „The Beauteous Evil“ und „The Victory of Death“ . Die Handlung schließt an das Ende der dritten Staffel an und soll hier nicht gespoilert werden. Die altbekannten Figuren finden sich in den Comics wieder und sind dem Aussehen der Schauspieler*innen nachempfunden. Als Serienkenner*in fühlt frau* sich direkt heimisch, alle anderen sollten erst die Serie schauen, bevor sie sich mit dem Comic beschäftigen.

Die Vollendung der Serie

Für mich fühlen sich die Comics an, als wäre die Geschichte von vornherein so geplant gewesen, konnte dann aber im Fernsehen nicht vollendet werden. Einige Handlungsbögen, die vorher nur unzureichend aufgeklärt wurden, erhalten hier weitaus befriedigendere Enden. Um es kurz zu machen: Diese Comics sind das Ende, das die Serie verdient gehabt hätte, aber aus mir nicht bekannten Gründen nicht bekommen hat.

Der Aufbau der Handlung ist dabei auch sehr an die Serie angelehnt. Häufig wechseln die Handlungsstränge mitten in einer gefährlichen Situation, viele Panels könnten auch Kameraeinstellungen der Fernsehserie sein. Und die Sprache der Charaktere gleicht der Serie so sehr, dass die Dialoge oft vor meinem inneren Auge von den Schauspieler*innen nachgesprochen wurden.

Die Comics sind eine große Empfehlung für alle, die die Serie kennen und mögen (aber auch nur für die) und erhalten von mir fünf von fünf Lesezeichen.

Bewertung: 5 von 5 Lesezeichen

PS: Bei der Suche nach einer Zusammenfassung der Serienhandlung (war doch ein wenig her), bin ich darauf gestoßen, dass Ende April ein Spinoff zur Serie mit dem Titel „Penny Dreadful: City of Angels“ starten soll. Ich finde, der Trailer macht große Lust auf mehr:

10 Kommentare zu „„Penny Dreadful“ – Die Comics zur Serie“

  1. Lieber Nico,
    die Comics scheinen ja wirklich einen Blick wert zu sein, danke für den Hinweis! Jetzt wandern sie aber erst mal auf die Wunschliste und ich lese die vielen anderen Neuzugänge … 😉
    Liebe Grüße
    Kerstin

  2. Hi Nico!

    Nachdem mir die Serie so gut gefallen hat, wäre es tatsächlich was für mich, um es mal auszuprobieren 🙂

    Dass noch ein Spin-of zur Serie kommt ist super! Darauf bin ich ja gespannt!

    Liebste Grüße, Aleshanee

  3. Hach, die Comics gehen über die Serie hinaus? Bzw. die Serie endet, wo die Comics weitererzählen? Ich hab die Serie ja geliebt <3 Mich reizen die Comics dennoch nicht – ist wie bei Büchern, kenne ich z.B. die Verfilmung bereits, reizt mich das Lesen einfach nciht mehr …

    Mukkelige Grüße!

  4. Oh wow… Penny Dreadful…. die Serie hab ich mir schon vorgemerkt zum Gucken… und die Comics werden von mir sicher auch näher mal angeschaut.

  5. Danke für den Tip zu Penny Dreadfull und den Teaser zu „City of Angels „(leider verbinde ich mit dem Titel eher Cassandra Clare, sowie den Film mit Meg Ryan – hätte es da nicht etwas kreativeres sein können ?).

    Lustig und ein bißchen irre finde ich ja, dass die Böse von Natalie Dormer gespielt wird, irgendwie taucht die Dame seit den Tudors in ziemlich vielen Serien auf, die mir gefallen (GoT, Der dunkel Kristall z.B.), sie scheint ein Faible für Fantasy/Horror zu haben.

    Jedenfalls weiß ich jetzt, was ich heute Abend schaue…..also erstmal die Serie!

    Beste Grüße aus dem Home-Office – Brigitte

    1. Liebe Brigitte,

      ja, Natalie Dormer scheint ein Faible für solche Rollen zu haben. In der Sherlock-Holmes Serie „Elementary“ hat sie auch schon Oberschurke Moriarty gespielt 🙂 Da ist sie mir zum ersten Mal begegnet. Aber ich glaube, auch im Penny Dreadful Spinoff sind ziemlich viele ziemlich böse. Ich freue mich drauf! Und dir auf jeden Fall viel Spaß bei den ersten drei Staffeln.

      Liebe Grüße,
      Nico

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