Buchempfehlung: „Star Wars – Women of the Galaxy“

Ich habe den neuesten Star Wars Film, der Aufstieg Skywalkers, bereits vergangenen Sonntag im Kino gesehen. Die erste Hälfte Schnitzeljagd fand ich ziemlich schlecht, ab dem großen Kampf in den Wellen ging die Kurve für mich aber steil bergauf. Gegen Ende hatte ich richtig Star Wars-Feeling und kam durchaus zufrieden wieder aus dem Kino.

Hier soll es aber nicht (nur) um den neuesten Kinofilm gehen, sondern vielmehr um die Frauenrollen in Star Wars. Wie sehr oder wie wenig feministisch Star Wars ist, darüber kann frau* sicherlich vortrefflich streiten. Unbestreitbar ist für mich allerdings, dass sich in der weit, weit entfernten Galaxis eine Menge interessanter weiblicher Figuren tummeln. Wie schön, dass es ein Buch gibt, in dem Infos zu diesen Charakteren gesammelt sind: „Star Wars – Women of the Galaxy“. Nebenbei: Das Buch ist auf Englisch, eine deutsche Übersetzung gibt es meines Wissens nicht.

„A Thousand Ships“ von Natalie Haynes

In „A Thousand Ships“ geht es um den trojanischen Krieg, bei dem die namensgebenden tausend Schiffe vor der Küste Trojas landeten und der nach zehn Jahren mit der großen List der Griechen und dem Niedergang Trojas enden sollte. Viele legendäre Figuren kämpften in diesem Krieg mit: Achilles, Odysseus, Hector, Paris… klar, alles Männer. Helena spielt zwar auch mit, aber sie ist nur Objekt der Begierde, Kriegsbeute, ohne wirkliche eigene Geschichte.

Wäre es da nicht interessant, den Trojanischen Krieg einmal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen? Wenn einmal Frauen die handelnden und fühlenden Charaktere wären? Genau das versucht „A Thousand Ships“. Und diese Idee finde ich richtig und wichtig. Schließlich wurden Frauen den größten Teil der Menschheitsgeschichte marginalisiert und zu Randfiguren degradiert – und werden es immer noch. Aber eine gute Idee bedeutet nicht gleich ein gutes Buch, oder?

4 Bücher für Weihnachten

Ohje… Ohje ohje ohje! In 11 Tagen ist Weihnachten. 11 Tage, das sind… weniger als zwei Wochen! Und du hast noch keine Geschenke? Die Innenstädte sind überfüllt, Weihnachtsmärkte belegen den wenigen Platz, der noch übrig ist? Du kommst sowieso nie weiter, als bis zum ersten Glühweinstand? An den Einkauf von Weihnachtsgeschenken ist gar nicht erst zu denken? Verzage nicht! Ich stelle dir in diesem Beitrag die perfekten Bücher für alle vor, die es zu beschenken gilt. Egal ob ungeliebte Arbeitskolleg*innen oder frühpubertierende Verwandte*.

Mein Monatsrückblick: November

Der Header zu "der feministische September"

Diesen Monat bin ich leider nicht so sehr zum Lesen und auch nicht so viel zum Rezensieren gekommen. Leider sieht es im Dezember nicht viel besser aus. Aber ich setze meine Hoffnungen auf das neue Jahr und freue mich schon auf viele neue Bücher, Aktionen und Challenges. Diesen Monat habe ich zum erste Mal einen Bücherflohmarkt veranstaltet, um Platz zu schaffen und einige Bücher in vertrauensvolle neue Hände zu geben. Es sind noch einige Bücher vorhanden, falls ihr also noch nicht vorbeigeschaut habt, holt das gerne nach.

„Eine Reise in die geheimnisvolle Tiefsee“

Komm mit mir auf wundersame Weise auf die Reise… zum tiefsten Punkt des tiefsten Meeres. Du brauchst: Nichts. Außer diesem Buch. Denn die Illustrationen in „Eine Reise in die geheimnisvolle Tiefsee“ sind so realistisch und so schön anzusehen, vermutlich kann die Realität damit gar nicht mithalten. Illustratorin Annika Siems hat einen wundervollen Job erledigt und ich würde sehr gerne einmal die großformatigen Ölgemälde bewundern, die sie für dieses Buch gemalt hat. Und in dem Moment, als ich die Rezension von Gabriela gelesen habe, wusste ich: Dieses Buch will ich auch rezensieren!

„Oktobermann“ von Ben Aaronovitch

Ein Titel, der perfekt zum Herbst passt, sollte frau* denken. Und Ben Aaronovitch, ein großer Name, also sicher auch ein großes Buch, sollte frau* denken. Ich habe es bisher nicht geschafft, Aaronovitchs „Die Flüsse von London“-Reihe zu lesen, aber mir wurde gesagt, „der Oktobermann“ sei auch ohne Vorkenntnisse lesbar. Also dachte ich mir, vielleicht ist das ein super Einstieg in die Welt der Flüsse von London und vielleicht macht mir das Buch ja Lust auf (viel) mehr? Und dann war Janna von KeJas-BlogBuch auch noch so nett und hat mir ihr Exemplar zukommen lassen. Dann mal nichts wie los ins Abenteuer!

„A Little Hatred“ von Joe Abercrombie

Am 18. Oktober 2012 erschien „Red Country“, Joe Abercrombies letztes Buch in der „First Law“-Welt (Kurzgeschichtensammlungen zählen nicht). Das ist wichtig, weil es zeigt, wie lange ich auf „A Little Hatred“ gewartet habe. Beinahe sieben Jahre. Beinahe sieben Jahre, in denen ich zwar immer wieder an meine alten Bekannten Logen Neunfinger, Großinquisitor Glokta, Monza und Calder gedacht, aber nichts neues gehört habe. Kein Brief, nichts. Jetzt sind sie alle auf einen Schlag wieder da, mitsamt ihrer Welt voller Grautöne, die niemanden unversehrt aufwachsen lässt und jeden auf die eine oder andere Weise korrumpiert. Hier gibt es kein „Gut gegen Böse“ , höchstens ein „Besser gegen Schlimmer“ . Gott, wie habe ich es vermisst! Aber muss ein Buch, dessen Veröffentlichung mit so vielen Versprechungen und Erwartungen einhergeht, nicht zwangsweise enttäuschen?

Bücherflohmarkt!

Meine Bücherregale platzen aus allen Nähten, weshalb ich mich schweren Herzens von einigen Büchern trennen möchte. Gerne will ich meine verlorenen Bücher allerdings in neue Hände geben, die Bücher ähnlich wertschätzen, wie ich. Wenn du also gerne eines oder mehrere der Bücher in deinem Regal stehen hättest, melde dich gerne über das Kontaktformular am Ende der Seite. Die Bücher kosten nichts, lediglich um die Übernahme der Versandkosten würde ich bitten. Die meisten Bücher sind in einem guten Zustand, mit wenigen Ausnahmen.

„Herkunft“ von Saša Stanišić

Ich habe begonnen das Buch zu lesen, aber das war eine schlechte Idee: „Herkunft“ ist kein Roman zum Lesen, es ist eine Erzählung zum Hören, zum Zuhören. Abends am Lagerfeuer. Oder woanders, egal wo, Hauptsache frau* kann sich von der Außenwelt abschotten und sich ganz der Stimme des Erzählers hingeben. Und was für ein Erzähler das ist: Saša Stanišić, der Autor höchstselbst, leiht dieser – seiner – Geschichte Glaubwürdigkeit und Dramatik, wie es niemand anderes könnte. Immer wieder habe ich mich in und zwischen den Zeilen verloren, ganz im Sog von Stanišićs Stimme.

Buchcover zu "Herkunft" von Sasa Stanisic
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