• Comics und Graphic Novels,  Rezensionen

    „Life is Strange – Staub“ von Emma Vieceli

    Es gibt Videospiele, die hinterlassen einen Nachhall nach dem Spielen. Weil die Handlung mitnimmt. Und die Charaktere berühren. Ein solches Spiel ist für mich „Life is Strange“ (und die beiden Nachfolger) aus dem Jahr 2015. Essentiell geht es um die Beziehung zwischen den Jugendlichen Max und Chloe. Die beiden waren mal beste Freundinnen, bis Max weggezogen ist und sich der Kontakt verliert. Nun ist Max wieder da und stellt fest, dass sie Zeitlinien verändern und damit Chloes Leben in einer Schießerei retten kann. Die Spieler*in muss dabei immer wieder Entscheidungen treffen, die das Leben der Figuren des Spiels auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Bei den Entscheidungen gibt es manchmal kein Richtig und kein Falsch und selbst anfänglich für richtig empfundene Entscheidungen können negative Konsequenzen nach sich ziehen. Wie gesagt, ein Spiel, das über das Spielen hinaus beschäftigt.

    Zu ebendiesem Spiel gibt es nun eine Graphic Novel. Ich habe mich zwar einerseits sehr auf ein Wiedersehen mit Max und Chloe gefreut, war aber auch sehr skeptisch, ob die Graphic Novel auch nur ansatzweise mit dem Spiel mithalten kann.

    Cover von Life is Strange
  • Empfehlungen,  Sonstiges

    Warum mich „der letzte Magier von Manhattan“ nicht bezaubern konnte

    Ich habe kürzlich zum ersten Mal ein Rezensionsexemplar abgebrochen, und zwar „Der letzte Magier von Manhattan“ von Lisa Maxwell. Das heißt nicht, dass es ein schlechtes Buch ist, aber es hat einfach nicht zu mir gepasst. Ich konnte nichts damit anfangen, ich fühlte mich nicht abgeholt, ich fand keinen Mehrwert im Buch und – was am wichtigsten ist – ich hatte keinen Spaß beim Lesen. Warum, das möchte ich kurz erzählen.

    Nahaufnahme vom Cover zu "Der letzte Magier von Manhattan"
  • Empfehlungen,  Feminismus

    „Das Problem mit den Frauen“ von Jacky Fleming

    Der feministische September ist zwar bereits vorüber (lautes Wehklagen im Hintergrund, das Vergießen einzelner Tränen ist zu hören), was aber nicht bedeutet, dass hier auf dem Blog keine feministische Literatur mehr vorgestellt wird oder dass generell die Bemühungen für Gleichberechtigung eingestellt werden. Heute möchte ich euch einen richtigen Schatz von einem Buch vorstellen. Petrissa vom Hundertmorgenwald hat mich schon vor längerem auf das kleine Juwel „Das Problem mit den Frauen“ von Jacky Fleming aufmerksam gemacht, aber erst jetzt bin ich tatsächlich zum Lesen gekommen.

    "Das Problem mit den Frauen" Cover
  • Feminismus

    [Feministische Essays #3] „Untenrum frei“

    Als Abschluss meiner kleinen Reihe zum feministischen September #femtember habe ich mir mein erstes und auch liebstes feministisches Buch aufbehalten: „Untenrum frei“ von Margarete Stokowski. Zum ersten Mal begegnet bin ich Margarete Stokowski in einer Folge von „Schulz und Böhmermann“. Danach wurde ich neugierig und fing an, ihre Kolumnen auf Spiegel Online zu lesen. Sie war der Grund, warum ich anfing, mich mit Feminismus zu beschäftigen und ihr Buch hat mich so sehr beschäftigt, dass ich es bis heute mehrmals gelesen und auch als Hörbuch gehört habe.

  • Sonstiges

    Feministische Bücher für verschiedene Anlässe – Frollein von Kunterbunt

    Das Frollein von Kunterbunt im Portrait.

    Ich habe heute die große Ehre und Freude, das Frollein von Kunterbunt mit einem Gastbeitrag zum feministischen September #femtember bei mir begrüßen zu dürfen. Sie hat für uns einen kleinen Ratgeber verfasst, damit wir zukünftig in jeder Lebenslage genau die richtige feministische Lektüre zur Hand haben. Die Beiträge und Rezensionen auf ihrem Blog strotzen nur so vor scharfen Beobachtungen und feinen Formulierungen, gerade wenn es um Feminismus geht, also schaut unbedingt mal bei ihr vorbei!

  • Feminismus,  Geschichte mal weiblich

    [Geschichte mal weiblich #3] Lakshmibai

    Eine Illustration von Lakshmibai aus dem Buch "Kickass Women"
    aus „Kickass Women“ von Mackenzi Lee

    Nein, Lakshmibai ist keine Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin, in der dir durch komplizierte Verrenkungen deine Nackenwirbel wieder gerade gerückt werden.* Lakshmibai lebte Anfang bis Mitte des 18. Jahrhunderts in Indien und sollte sich als „die gefährlichste unter den Rebellenanführern“ einen Namen bei den britischen Besatzern machen. Wie jedoch wurde Lakshmibai zur Rebellin? In diesem Beitrag zum feministischen September erfahrt ihr mehr.

  • Sonstiges

    Wer übersetzt eigentlich unsere Bücher? Ein Interview mit Kerstin Fricke

    Früher musste frau* teils lange warten, bis die deutsche Übersetzung einer geliebten Fortsetzung im Handel erschien. Ich erinnere mich noch lebhaft an die für mich quälende Wartezeit beim fünften Teil von Harry Potter, die einfach nicht vorüber gehen wollte. Damals machte ich mir noch keine Gedanken aber in den letzten Jahren fragte ich mich doch immer öfter: Wer übersetzt eigentlich die ganzen Bücher für uns und wie sieht dieser Beruf so aus? Zum Glück habe ich eine Frau getroffen, die mir so einige Antworten auf meine Fragen geben konnte.

  • Feminismus

    [Feministische Essays #2] „Bad Feminist“

    Im Rahmen des feministischen September #femtember habe ich mich mit feministischen Essaybänden beschäftigt. Heute: „Bad Feminist“ von Roxane Gay.

    „Ich nehme ganz offen die Bezeichnung bad feminist, schlechte Feministin, für mich in Anspruch. Und zwar deshalb, weil ich ein unvollkommenes menschliches Wesen bin. In feministischer Geschichtsschreibung bin ich nicht besonders bewandert. Ebenso wenig kenne ich alle feministischen Schlüsseltexte so gut, wie ich sie gerne kennen würde. Ich habe gewisse… Interessen und persönliche Eigenschaften und Meinungen, die mit dem feministischen Mainstream vielleicht nicht übereinstimmen, und dennoch bin ich Feministin. Ich kann gar nicht sagen, wie befreiend es gewesen ist, das zu akzeptieren.“

    Roxane Gay, S. 7
    Das Cover zu "Bad Feminist" von Roxane Gay
  • Feminismus

    [Gastbeitrag] „Good Night Stories for Rebel Girls“

    Für den aktuellen Themenmonat „Der feministische September“ konnte ich meine liebe Freundin Carina für einen Gastbeitrag gewinnen. Ich freue mich sehr darüber, ihren Text zu dem Buch „Good Night Stories for Rebel Girls“ von Elena Favilli und Francesca Cavallo hier auf meinem Blog veröffentlichen zu dürfen. Ich nutze das Buch auch als Grundlage für meine Reihe [Geschichte mal weiblich], kann es also ebenfalls von ganzem Herzen empfehlen.

  • Feminismus

    [Feministische Essays #1] „The Future is Female!“

    Im Zuge des feministischen September #femtember habe ich mich durch eine ganze Menge Essays gelesen. Es scheint, als wäre das Essay eine beliebte Textform bei Feminist*innen. Die Essaybände möchte ich euch in den kommenden Wochen gerne näher vorstellen. Als erstes vorgenommen habe ich mir „The Future is Female!“, das mir im Buchladen verdammt neonpink entgegen leuchtete. Da habe ich mir natürlich die Frage gestellt: Leuchtet das Buch von innen genauso sehr, wie von außen?