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Wer übersetzt eigentlich unsere Bücher? Ein Interview mit Kerstin Fricke

Früher musste frau* teils lange warten, bis die deutsche Übersetzung einer geliebten Fortsetzung im Handel erschien. Ich erinnere mich noch lebhaft an die für mich quälende Wartezeit beim fünften Teil von Harry Potter, die einfach nicht vorüber gehen wollte. Damals machte ich mir noch keine Gedanken aber in den letzten Jahren fragte ich mich doch immer öfter: Wer übersetzt eigentlich die ganzen Bücher für uns und wie sieht dieser Beruf so aus? Zum Glück habe ich eine Frau getroffen, die mir so einige Antworten auf meine Fragen geben konnte.

[Feministische Essays #2] „Bad Feminist“

Im Rahmen des feministischen September #femtember habe ich mich mit feministischen Essaybänden beschäftigt. Heute: “Bad Feminist” von Roxane Gay.

„Ich nehme ganz offen die Bezeichnung bad feminist, schlechte Feministin, für mich in Anspruch. Und zwar deshalb, weil ich ein unvollkommenes menschliches Wesen bin. In feministischer Geschichtsschreibung bin ich nicht besonders bewandert. Ebenso wenig kenne ich alle feministischen Schlüsseltexte so gut, wie ich sie gerne kennen würde. Ich habe gewisse… Interessen und persönliche Eigenschaften und Meinungen, die mit dem feministischen Mainstream vielleicht nicht übereinstimmen, und dennoch bin ich Feministin. Ich kann gar nicht sagen, wie befreiend es gewesen ist, das zu akzeptieren.“

Roxane Gay, S. 7
Das Cover zu "Bad Feminist" von Roxane Gay

[Gastbeitrag] “Good Night Stories for Rebel Girls”

Für den aktuellen Themenmonat “Der feministische September” konnte ich meine liebe Freundin Carina für einen Gastbeitrag gewinnen. Ich freue mich sehr darüber, ihren Text zu dem Buch “Good Night Stories for Rebel Girls” von Elena Favilli und Francesca Cavallo hier auf meinem Blog veröffentlichen zu dürfen. Ich nutze das Buch auch als Grundlage für meine Reihe [Geschichte mal weiblich], kann es also ebenfalls von ganzem Herzen empfehlen.

[Feministische Essays #1] “The Future is Female!”

Im Zuge des feministischen September #femtember habe ich mich durch eine ganze Menge Essays gelesen. Es scheint, als wäre das Essay eine beliebte Textform bei Feminist*innen. Die Essaybände möchte ich euch in den kommenden Wochen gerne näher vorstellen. Als erstes vorgenommen habe ich mir “The Future is Female!”, das mir im Buchladen verdammt neonpink entgegen leuchtete. Da habe ich mir natürlich die Frage gestellt: Leuchtet das Buch von innen genauso sehr, wie von außen?

[Geschichte mal weiblich #2] Jacquotte Delahaye

aus “Good Night Stories for Rebel Girls” . Illustration: Rita Petruccioli

Wenn ich an Piraten denke, fällt mir zum Beispiel Klaus Störtebeker ein, der der Legende nach selbst kopflos noch elf seiner Männer vor dem Beil rettete. Oder Edward “Blackbeard” Teach, der erst nach zwanzig Säbelhieben und fünf Schüssen das Zeitliche segnete. Oder vielleicht Sir Francis Drake, der für seine Plünderungen spanischer Schiffe zum Ritter geschlagen wurde und dessen Nachfahre in den Videospielen der “Uncharted”-Reihe auch noch den ein oder anderen Schatz findet. Aber Piratinnen? Nie gehört? Zeit für [Geschichte mal weiblich]!

“Gespräche mit Freunden” von Sally Rooney

Gegenwartsliteratur, die sich nur um zwischenmenschliche Beziehungen dreht, lese ich eigentlich nicht. Und trotzdem. Für Menschen, die in Großstädte ziehen und “irgendwas mit Medien” machen, interessiere ich mich nicht besonders. Und trotzdem. “Mann betrügt Ehefrau mit deutlich Jüngerer” klingt für mich ziemlich nach Klischee. Und trotzdem habe ich “Gespräche unter Freunden” beinahe an einem Tag durchgelesen.

Die Autorin Sally Rooney wird als DER britische Shootingstar am Literaturhimmel (die Zeit 30/2019) bezeichnet und ihr Debut “Gespräche mit Freunden” wird bereits von der BBC als zwölfteilige Serie verfilmt. Was macht die 28-jährige Irin mit ihrem Erstlingswerk also so besonders?

[Geschichte mal weiblich #1] Hatschepsut

aus “Kickass Women” von Mackenzi Lee

“Kennst du Hatschepsut?” “Gesundheit!” Eine repräsentative Studie* hat ergeben, dass dies die am häufigsten gegebene Antwort auf diese Frage ist. Im feministischen September möchte ich das nicht so stehen lassen und mit der Reihe [Geschichte mal weiblich] den Fokus auf außergewöhnliche Frauen in der Weltgeschichte legen. Also, was ist an Hatschepsut außergewöhnlich?

Mein Monatsrückblick: August

Der Header zu "der feministische September"

Mein Monat in Zahlen

  • gelesene Seiten: 1989
  • Ø Lesedauer pro Buch: 4,0 Tage

Mein Monat in Rezensionen

Mein Monat in Videospielen

Ich bin nicht groß zum Spielen gekommen diesen Monat. Aber die Zeit, die ich vor der Playstation verbracht habe, floss in „A Plague Tale – Innocence“. Das Spiel spielt in einem alternativen Mittelalter, in der Ratten die Welt überrennen und die Menschheit nach und nach ausrotten. Heldin Amicia versucht, die Rattenplage einzudämmen und gleichzeitig ihre Familie vor der Inquisition zu retten. Das Gameplay ist etwas repetitiv, Geschichte und Charaktere dafür umso spannender.

Am 27. August ist “Control” erschienen. Ich kenne Entwickler Remedy Games noch von den Max Payne-Spielen, die ich früher auch aufgrund des Film Noir Stils sehr gemocht habe. Bisher zahlt sich der Vertrauensvorschuss der Vorbestellung aus: “Control” spielt sich zwar wie ein branchenüblicher Shooter, die Story und die Schauplätze sind aber wunderbar verwirrend und erfrischend anders, mit kleinen Horror-Einlagen. Und: Die Hauptrolle spielt eine Frau.

Mein Monat in Serien

Meine Freundin und ich waren lange auf der Suche nach einem Ersatz für „Friends“. „Friends“, die große Serie meiner Jugend, die ich mittlerweile drei Mal komplett durchgeschaut habe. Mehr oder minder zufällig sind wir auf „One Day at a Time“ gestoßen. Die Sitcom handelt von einer kubanischen Familie in Amerika: Großmutter Lydia, ihre alleinerziehende Tochter Penelope und die beiden Kinder Alex und Elena. Obwohl die Serie vordergründig witzig ist, geht es immer auch um große Themen: Vertreibung aus der Heimat, Gewalt in der Ehe, Homosexualität, Non-Binarität, Rassismus und Sexismus, Krieg. Und das sind nur die Themen, die mir spontan beim Schreiben des Artikels einfallen. Alles in allem eine sehr aktuelle Serie, die – in meinen Augen – einen guten Umgang mit diesem schwierigen Thema findet. Leider sind wir bereits bei Staffel 3 angekommen und Netflix hat die Serie nicht verlängert (Staffel 4 hat aber einen Platz bei einem anderen US-Sender gefunden). Staffel 1-3 bestehen aus jeweils 13 Episoden von etwa 30 Minuten Länge und sind bei Netflix zu finden.

Mein Monat in privat

Die ein oder andere hat es vielleicht mitbekommen: Ich war drei Wochen in Schweden im Urlaub. Es war landschaftlich toll und sehr erholsam. Und familientechnisch hat sich auch das ein oder andere geändert 🙂

Nico aus dem Buchwinkel in Schweden.

Der Song zum Monat

“Könige der Finsternis” von Nicholas Eames

Nachdem das Bloggerportal so freundlich war und mir ein Rezensionsexemplar von “Könige der Finsternis” zur Verfügung gestellt hat, besitze ich nun insgesamt drei Ausgaben. Herzstück des Ganzen ist die signierte englische Hardcover-Ausgabe. Man könnte also sagen, ich mag “die Könige der Finsternis”. Sehr. Es ist quasi ein Lieblingsbuch. Umso schöner, dass ich sie nun auch auf Deutsch lesen kann!

"Könige der Finsternis" in drei Ausgaben.

„Schattenspringer 3“ von Daniela Schreiter

Nun mit „Schattenspringer 3“ noch der (krönende?) Abschluss der Trilogie von Daniela Schreiter. Teil 1 fand ich toll, Teil 2 noch besser, was machen wir da also mit dem dritten Teil? Die Infos zu Autismus und Autorin/Zeichnerin sind übrigens in meiner Rezension zum ersten „Schattenspringer“ zu finden, falls jemand nachlesen möchte.

Das Cover zu „Schattenspringer 3“

„Schattenspringer 2“ von Daniela Schreiter

Nach dem Ende von „Schattenspringer“ habe ich noch am selben Abend mit dem Lesen des zweiten Bandes angefangen. Ich wollte unbedingt noch mehr über Danielas Leben mit Autismus erfahren. Im ersten Band ging es vorrangig um ihre Kindheit, jetzt im zweiten Band mit dem Untertitel „Per Anhalter durch die Pubertät“ geht es – wer hätte es gedacht – um ihre Jugend und ihr Erwachsensein.

Das Cover zu Schattenspringer 2

„Schattenspringer“ von Daniela Schreiter

Daniela Schreiter, Autorin, Zeichnerin und gleichzeitig Hauptfigur der Graphic Novel „Schattenspringer“, ist Autistin. Mithilfe der Zeichnungen möchte sie ihren Mitmenschen besser verständlich machen, welche Herausforderungen und Hindernisse der Alltag für Menschen mit Autismus bereithält. Schließlich sind diese Hürden für Nicht-Autisten oft gar nicht erkennbar. Insgesamt sind drei Bände der Geschichte erschienen, hier bespreche ich den ersten.

Das Cover von „Schattenspringer“ von Daniela Schreiter. Ein Mädchen, das zwischen Planeten umherhüpft, ist zu sehen.

“Die verrückte Ballonfahrt mit Professor Stegos Total-locker-in-der-Zeit-Herumreisemaschine” von Neil Gaiman

Neil Gaiman schreibt nicht nur grandiose Comics wie den Sandman, phantasievolle Fiktion wie “Ein gutes Omen” oder “Niemalsland” und originelle Sachtexte zu Literatur, Kunst und Politik, sondern auch Kinderbücher. Sind Gaimans Kinderbücher so gut, dass ich sie später einmal meinen Kindern vorlesen möchte? Dieser Frage will ich nachgehen, angefangen bei “Die verrückte Ballonfahrt mit Professor Stegos Total-locker-in-der-Zeit-Herumreisemaschine” oder auf Englisch: “Fortunately the Milk”.

Das Cover zu ""Die verrückte Ballonfahrt mit Professor Stegos Total-locker-in-der-Zeit-Herumreisemaschine" von Neil Gaiman

“Das Labyrinth des Fauns” von Cornelia Funke

Ein düsteres Bild für ein düsteres Buch. Wobei ich das Cover ausgesprochen gelungen finde: Eine dreidimensionale Textur überzieht den Einband, Titel, Mond und Fee leuchten. Im Mittelpunkt: Ein Mädchen. Das heißt aber noch lange nicht, dass “Das Labyrinth des Fauns” ein Kinder- oder Jugendbuch ist. Auch wenn die Autorin “Cornelia Funke” heißt. Es geht ganz schön explizit zur Sache.

Das Cover von "Das Labyrinth des Fauns". Fotografiert im Dunkeln.

“Spring! Vor allem über deinen Schatten” von Mina Teichert

Pebbels, oder Penelope, ist zwölf und hat ein Problem: Sie hat keine Freunde. In der Schule wird sie von den Jungs geärgert und von den Mädchen ausgenutzt, weil sie nicht “Nein!” sagen und sich durchsetzen kann. Für den Spott der anderen Kinder ist sie ein leichtes Ziel, denn Pebbels hat eine Reizfilterschwäche und wenns es laut wird, wird es ihr schnell zu viel. Außerdem klappt das mit der Konzentration nicht immer so gut und sie schweift öfter ab, wenn andere etwas erzählen. Keine idealen Voraussetzungen für eine schöne Schulzeit, doch Hilfe naht…

Das Cover zu "Spring! Vor allem über deinen Schatten". Darauf sind Umrissfiguren verschiedener Gegenstände zu sehen.

“Limited Wish” von Mark Lawrence

Wer kennt das nicht? Da möchte man nur mal kurz eine kleine Zeitreise machen und schon steckt man bis über beide Ohren in Schwierigkeiten. Hundertmal gelesen, hundertmal gesehen. Sei es bei “die Frau des Zeitreisenden”, “Zurück in die Zukunft” oder “Per Anhalter durch die Galaxis“, eine Zeitreise bringt immer Probleme mit sich. Wie stehen also die Chancen, dass für Nick Hayes in der “Impossible Times”-Trilogie von Mark Lawrence alles gut gehen wird?

der feministische September – Vorschau

(der Header darf gerne verwendet werden)

Über Twitter habe ich schon darüber gesprochen, nun folgt auch der Blogbeitrag. Ich werde im September meinen ersten Themenmonat starten und zwar zum Thema Feminismus: der feministische September, #femtember. Das ist mir nämlich eine Herzensangelegenheit. Es geht darum, Bücher zum Thema vorzustellen sowie Aspekte und Rollenbilder in Büchern hervorzuheben und zu hinterfragen, frei nach der Feminismusdefinition von Margarete Stokowski aus “Untenrum frei” :

“Für mich bedeutet Feminismus, dass alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Sexualität und ihrem Körper dieselben Rechte und Freiheiten haben sollen.”

Mitmachen können alle, die etwas zum Thema zu sagen haben. Und auf Literatur beschränken muss sich das Ganze ja auch nicht. Ich fände zum Beispiel einen Beitrag zum Thema “Frauendarstellungen in Comics und Comicverfilmungen” total interessant.

Lieblingsbücherabend – Neues aus dem Buchladen

Ich war vergangenen Donnerstag mal wieder bei einem Lieblingsbücherabend meines örtlichen Buchladens Osiander (jaja, Werbung, auch wenn ich ganz privat da war). Für mich war das der vierte Besuch eines Lieblingsbücherabends in Folge. Das Konzept an sich gefällt mir und spätabends in einer Buchhandlung herumzuschlendern hat sowieso was. Mal sehen, welche Bücher diesmal für mich interessant waren…

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