Fantasy und Science Fiction

Mark Lawrence – Waffenschwestern

Es war einmal vor langer, langer Zeit. Da ermutigte mich ein Autor mit Namen Mark Lawrence, einen eigenen Buchblog zu starten, um vielleicht irgendwann auch selbst Vorabdrucke von seinen neuen Büchern zu erhalten. Nun, ganz so weit bin ich noch nicht, aber das hier ist doch schon mal ein Anfang: Ich rezensiere nun also mein erstes Buch von Mark Lawrence.

Das vorausblickende Äußere

Im Mittelpunkt des Buches steht ein Mädchen. Genau wie im Mittelpunkt des Covers. Die Farbgestaltung ist mir ein wenig zu monochrom, da hat mir das amerikanische Cover (drittes Bild) doch noch ein wenig besser gefallen. Aber die Symbolik mit dem Schwert und dem Kloster im Hintergrund lassen ganz gut erahnen, worum es in dem Buch gehen wird.

Das zurückblickende Innere

Die Geschichte handelt von Nona, die mit acht Jahren ihren ersten Mord begeht und nur aufgrund der Intervention der Abtissin des Klosters zur süßen Gnade vor dem Galgen gerettet wird.

Im Kloster lernt sie Freundinnen und Feindinnen kennen. Sie muss sich ein ums andere Mal beweisen, ihre Kindheitserinnerungen zurücklassen und Geist und Körper stählen. Schließlich wird sie im Kloster zu einer tödlichen Kriegerin ausgebildet und mit ihrem ersten Mord hat sie sich einen mächtigen Feind gemacht. Einen Feind, den vielleicht nicht einmal die hohen Mauern des Klosters von seiner Rache fernhalten können…

Die stichhaltige Bewertung

Die zentralen Charaktere sind (beinahe) allesamt Mädchen oder Frauen. Keine schwachen Hintergrundfiguren, die kochen und abwaschen, sondern starke Personen, die sich zur Wehr setzen und sich in einer zunehmend feindlichen Welt behaupten. Auch wenn es in letzter Zeit vermehrt weibliche Hauptcharaktere im Fantasy- und Science Fiction-Genre gibt, sind Frauen doch immer noch deutlich unterrepräsentiert. Sowohl im Bereich der Hauptfiguren, als auch besonders im Bereich der Autor*innen. Da ist dieses Buch zumindest ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Der Umgang mit und zwischen den Figuren ist sowieso eine große Stärke von Lawrence. Sie alle entwickeln sich, zeigen Stärken und Schwächen und ich habe mit Nona und ihren Freundinnen mitgelitten, mitgefiebert, mich mitgefreut.

Die Welt ist interessant und voller Geheimnisse. Die Geschichte spielt nicht auf der Erde sondern auf einem anderen Planeten, der von vier ursprünglichen Stammen bevölkert wurde. Nachfahren dieser Stämme können auf unterschiedliche besondere Eigenschaften zurückgreifen. Einige sind besonders stark, andere besonders schnell und einige wenige können den Pfad beschreiten und höhere Magie ausüben. Allerdings weitet sich das Eis von den Polen aus und es bleibt nur noch ein enger Korridor, in dem Leben möglich ist und es wird nicht lange dauern, bis es zu erbitterten Kämpfen um die wenigen verbleibenden Ressourcen kommen wird.

Das Buch hat mich auf eine äußerst emotionale und mitreißende Reise geschickt und mich atemlos und hungrig nach mehr zurückgelassen. Kurz: Ich war begeistert. 10 von 10 Wurfsternen!

2 Kommentare

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