Fantasy und Science Fiction

Mark Lawrence – One Word Kill

Ich bin ein großer Fan von Mark Lawrence, er gehört schließlich auch zu meinen Lieblingsautoren. Trotzdem war ich vor dem Lesen dieses Buches skeptisch. Es ist kein Fantasybuch, es spielt in den 80er Jahren, es handelt von Nerd, die Dungeons and Dragons spielen. Es geht um Zeitreisen… Würde mir das alles auch gefallen?

Das einmalige Äußere

Mal wieder eine signierte und nummerierte Erstedition, erstanden bei Anderida Books. Eine von 500 Kopien und Teil zwei und drei werden passende Nummern tragen.

Das spoilerfreie Innere

Im Zentrum des Buches stehen ein paar Jugendliche Nerds, die ihre Freizeit mit dem Spielen von Dungeons & Dragons verbringen. Das ändert sich schlagartig, als Nick mit Krebs diagnostiziert wird – und seinem Ich aus der Zukunft begegnet. Getreu dem Motto auf dem Umschlag: „Löse das Rätsel, überschreite die Gesetze der Physik, rette das Mädchen“ beginnt für die Gruppe ein Abenteuer, das noch dieses Jahr mit zwei weiteren Büchern seinen Abschluss finden wird.

Das nerdigste Zitat

“The beauty and the silliness, and how one piece fitted with the next, and how we all dance around each other in a kind of terror, too petrified of stepping on each other’s toes to understand that we are at least for a brief time getting to dance and should be enjoying the hell out of it.”

Die begeisterte Bewertung

Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt, berührt, erstaunt, geflasht. Mit 194 Seiten ist es nicht gerade ein Wälzer, aber jedes Wort fühlt sich genau richtig gesetzt an. Der Rhythmus der Erzählung variiert meisterlich zwischen emotionalen Abschnitten, Geschichten aus dem Rollenspiel der Gruppe, Gewaltausbrüchen, Erklärungen physischer Phänomene und Actionpassagen. Und inmitten alledem fünf unwahrscheinliche Helden. Die Charaktere sind vielschichtig und nachvollziehbar, jede Figur hat in der Erzählung ihren Platz und ihre Berechtigung. Jede*r hat ihre Wünsche, Träume und Schwächen. Auch die Liebesgeschichte wirkt niemals aufgesetzt sondern vielmehr ehrlicher und realer als viele andere Romanzen, denen ich bisher in Büchern begegnet bin.

Beim Lesen erinnerte mich manches an meine eigene Jugend (auch wenn die erst bedeutend später als im Buch stattfand) und auch wenn ich statt Dungeons & Dragons „nur“ Vampire: The Masquerade als Pen and Paper-Rollenspiel gespielt habe. Hach, das würde ich gerne mal wiederholen!

Kein Kapitel, kein Abschnitt, kein Satz in diesem Buch fühlt sich fehl am Platz an und als ich gestern um 22:14 Uhr das Buch zugeschlagen habe, ließ es mich auf eine Weise befriedigt zurück, wie nur wenige Bücher das schaffen. Mein bisheriges Buch des Jahres, 10 von 10 Würfeln!

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