Fantasy und Science Fiction

Mark Lawrence – Holy Sister

Mit großer Ungeduld habe ich auf das Erscheinen des dritten Teils von Mark Lawrence’s „Book of the Ancestor“ Trilogie gewartet. Ich habe die ersten beiden Teile verschlungen und war sehr auf das Finale und ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen Figuren gespannt. Dementsprechend hat das Buch meine Liste der ungelesenen Bücher auch einfach übersprungen.

Das unwichtige Äußere

Das Cover ist von ACE, dem amerikanischen Publisher, schließlich sollte das Buch ja zu den beiden anderen in meinem Besitz passen, da bin ich pingelig. Ich muss aber sagen, dass mir in diesem Fall das amerikanische Cover besser gefällt als das englische. Besonders die Darstellung von Hauptfigur Nona finde ich hier passender. Zum Vergleich, das englische Cover.

Das spoilerfreie Innere

Das Buch ist der finale Teil der „Book of the Ancestor“-Trilogie und setzt da an, wo Teil zwei aufgehört hat. Nona und ihre Freundinnen stellen sich den finalen Herausforderungen, bevor sie Schwestern ihres Ordens werden können. Ob es jedoch überhaupt zu der Initiation kommt, ist fraglich, denn der kleine eisfreie Korridor, den die Menschen des Planeten bewohnen, wird immer enger. Krieg bricht an allen Grenzen des Reichs aus und ehe sie sich versieht, müssen Nona und der Orden mit aller Kraft ihre Heimat verteidigen. 

Das bewegendste Zitat

“A million words won’t push the ice back, not even the breadth of a finger. But one word will break a heart, two will mend it, and three will lay the highest low.” 

Die absolut objektive Bewertung

Ich habe schon die ersten beiden Teile (Red Sister/Waffenschwestern und Grey Sister/Klingentänzer) verschlungen und sowieso bisher jedes Buch von Mark Lawrence gelesen, deswegen bin ich wohl minimal vorbelastet. Trotzdem: Auch in Holy Sister finden sich wieder großartige Figuren, vor allem starke Frauen. Jeder Charakter ist vielschichtig und einzigartig und die Entwicklung ist menschlich und nachvollziehbar. Für mich sind die Figuren eine große Stärke von Mark Lawrence und die Interaktion zwischen den Figuren macht das Buch lebendig. Ich habe viele von ihnen liebgewonnen und war am Ende doch traurig, dass die Trilogie nun ihr Ende gefunden hat. (Auch wenn ein neues Buch im selben Universum bereits angekündigt ist: The Girl and the Stars.

Die Welt ist interessant, da sie in vielelerlei Hinsicht von unserer Welt abweicht. Es gibt einen engen eisfreien Korridor, der von einem Satelliten eisfrei gehalten wird. Allerdings kommt auch der nicht vollends gegen das zunehmende Eis an und so werden die grenzen der menschlichen Reiche immer kleiner. Es gibt eine ominöse Vorgängerrasse, die unter anderem die Technologie des Satelliten zu verantworten hat und vieles mehr. 

Welttechnisch blieben für mich, wie wohl auch für die Figuren des Buches, einige Fragen offen. Hier hätte dem Planeten manchmal noch mehr Hintergrundgeschichte gut getan.

Die Geschichte ist wendungsreich, spannend, zeitweise atemberaubend und bietet doch Platz für einzelne ruhige Momente, Atempausen und Trauer. Die Bücher enden in einem sehr stimmigen Höhepunkt und Lawrence lässt sich genügend Zeit, die einzelnen Fäden und Handlungsstränge zusammenzuführen. Sehr befriedigend!

Einen Wurfstern Abzug von der Topwertung gibt es dennoch, weil Teil drei in meinen Augen nicht ganz an Teil eins heranreicht, was eins meiner absoluten Topbücher von 2017 war. Deshalb 9 von 10 Wurfsternen!

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