„Die Chroniken des Universums“ Band 1 – Sternenstrudel von Richard Marazano und Ingo Römling

Dieser Beitrag ist Teil des Themenmonats #ComicMärz 2021

Ingo Römling… der Name sagt mir doch was. Na klar, schließlich hat er auch schon die Malcolm Max-Bände gezeichnet, die – nebenbei – ganz großes Kino sind. Nun hat er sich mit Richard Marazano für den Start einer neuen Serie zusammengetan, „die Chroniken des Universums“. Ich bin vom der ersten Episode sehr angetan, so viel darf schon einmal verraten werden und Ingo war sogar so nett, meine Frage in einem epochalen Interview zu beantworten, das ab morgen hier auf dem Blog in drei Teilen veröffentlicht wird!

DIe Chroniken des Universums (1) | Autor: Ricahrd Marazano | Zeichnungen: Ingo Römling
Übersetzt von: Anne Bergen | Verlag: Splitter | Erschienen am: 24.02.2021 | Seiten: 56
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Bildungsreise

Worum gehts? Eine Gruppe von Studierenden macht gemeinsam mit ihrem Dekan eine Bildungsreise zu einem entlegenen Sternensystem. Ihr Bestimmungsort hält allerdings einige unangenehme Überraschungen bereit, sodass sich die Gruppe schon bald gestrandet auf einem Planeten wiederfindet, mit wenig Hoffnung auf eine Rückkehr. Wusste der Dekan mehr, als er zugibt? Was hat es mit dem seltsamen Gefangen auf sich, der in einer Zelle auf dem Schiff wohnt? Längst nicht alle Fragen werden in diesem Auftakt beantwortet, was große Lust auf mehr macht. Zum Glück zeichnet Ingo Römling von morgens bis abends an der Fortsetzung und in Teil 2 unseres Interviews gibt er sogar einen Ausblick darauf, wie es mit unseren Student*innen weitergeht.

Der Cast, bestehend aus Polly, Adya, Oot-Jah, Qsi und Mark ist dabei mindestens so divers, wie die Namen vermuten lassen, was angenehm zeitgemäß ist. Und der alte Mann/Dekan existiert nur noch als übergroßes Hirn in einer Nährstofflösung – da musste ich schon ein wenig grinsen. In diesem Serienstart klingen die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Crewmitglieder bereits an. Polly ist zum Beispiel draufgängerisch und schnell mit einem Finger am Abzug, während Qsi als Anführerin eher vermittelnd und ausgleichend unterwegs ist. Wer weiß, ob die unterschiedlichen Charaktereigenschaften der Figuren in den Fortsetzungen nicht vielleicht noch für Konflikte sorgen…

Quadratisch, klassisch, gut

Die Geschichte spielt sich in klassisch-ordentlichen Panelstrukturen ab und die Zeichnungen sind hinsichtlich Mimik und Gestik der Figuren ähnlich detailliert und aussagekräftig wie bei Malcolm Max. Wobei mir ein Unterschied durchaus aufgefallen ist: Bei Malcolm Max empfand ich die Hintergründe oftmals reduziert mit klarem Fokus auf die Figuren, während hier gerade das Innere des Raumschiffes, der Thukydides, sehr detailliert gezeichnet ist. Im Interview verrät Ingo, dass seine Vision des Raumschiffes auf dem Bild einer klassischen Studierenden-WG aufbaut: dreckig und heruntergerockt. Wenn mensch sich das Bild weiter oben ansieht, erkenne ich da durchaus Parallelen.

Auch die Kolorierung finde ich gut gelungen. Wenn die Zeichnungen dunkler werden, hat sich bei mir als Leser direkt Spannung aufgebaut. Sehr atmosphärisch, findet auch Bella von bellaswonderworld.de, der der Comic ebenso gut gefallen hat, wie mir.

Ich prophezeie mal, da kommt noch großes auf uns zu und kann „Die Chroniken des Universums“ allen empfehlen, die etwas mit Science Fiction anfangen können. Von mir gibt es für diesen Auftakt fünf von fünf Lesezeichen. Vielleicht schaue ich die Tage nochmal die „alten“ Malcolm Max-Bände an, um die Wartezeit auf Band 2 zu verkürzen…

2 Kommentare zu „„Die Chroniken des Universums“ Band 1 – Sternenstrudel von Richard Marazano und Ingo Römling“

  1. Pingback: Das episch-universelle Interview mit Comiczeichner Ingo Römling (Teil 2/3)

  2. Pingback: Das episch-universelle Interview mit Comiczeichner Ingo Römling (Teil 3/3)

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