Feminismus

Heldinnen 1: Cindy Moon (Silk)

Serie

Heldinnen

Die Welt da draußen ist voller Heldinnen – fiktive und reale, gezeichnete, erdachte und geborene. Höchste Zeit, ein paar von ihnen in dieser Serie aus unregelmäßig erscheinenden Beiträgen vorzustellen.

Entstehungsgeschichten von Superheld*innen haben meist eine tragische Komponente. Sei es der Tod der Eltern, die Vernichtung des Heimatplaneten, Experimente von verrückten Wissenschaftlern oder etwas ähnlich Schreckliches… Trotzdem haftet der Geschichte von Cindy Moon alias „Silk“ in meinen Augen etwas besonders Tragisches an. Cindy wurde von derselben Spinne gebissen, wie auch Peter Parker, der gute alte Spider-Man. Aus Angst vor den Inheritors jedoch – intergalaktischen Space-Vampiren, die Jagd auf Träger*innen des Spinnentotems machen – wurde Cindy als Jugendliche über zehn Jahre isoliert in einem Bunker eingeschlossen. Und das Ganze im Wissen, dass, sollte sie je wieder ans Tageslicht kommen, die Inheritors sie und die ganze Erde vernichten würden.

Spider-Women: Mit Netz, Charme und Spinnenkraft

Auf der Playstation schwinge ich mich gerade an Netzen durch Manhattan und verhindere als Spider-Man allerhand Verbrechen. So bin ich auch auf die Spinnen-Comics neugierig geworden, gerade auch auf die Vielzahl an weiblichen Spinnen-Heldinnen. Es gibt mehrere Spider-Women, Spider-Girl, Spider-Gwen, Silk und vermutlich einige, die ich noch gar nicht kenne. Drei davon verschlägt es im Crossover „Spider-Women“ für ein gemeinsames interdimensionales Abenteuer auf Erde-65.

„Frauen und Macht: Ein Manifest“ von Mary Beard

Angepriesen von der Zeit als ein Buch mit der „Sprengkraft einer handtaschentauglichen Kleinwaffe“, kommt „Frauen und Macht: Ein Manifest“ von Mary Beard erst einmal recht schmal daher. Was findet sich auf den 112 Seiten, das nicht bereits gesagt wurde, das feministische Debatten bereichert und dazu auch noch Sprengkraft hat?

„Prinzessinnenjungs“ von Nils Pickert

Manchen mag das Cover von „Prinzessinnenjungs“ vage bekannt vorkommen. Es geisterte vor ein paar Jahren durch die sozialen Medien. Darauf zu sehen: Feminist, Journalist und Vater Nils Pickert in einem Rock, an der Hand sein Sohn, in einem Kleid. Sein fünfjähriger Sohn trage gerne Röcke und er wolle ihm ein Vorbild sein und zeigen, dass das Tragen von Röcken okay sei. Und er wolle die unweigerlich aufkommenden Anfeindungen auf seine Schultern nehmen, statt auf die seines Sohnes. Dafür hat Pickert sowohl viel Zuspruch, als auch viele Anfeindungen abbekommen. Nun ist Pickerts „Pladoyer für die Freiheit von Geschlechterrollen in der Erziehung unserer Söhne“ erschienen. Die Resonanz wird wohl – leider – ähnlich ausfallen.

Feministische Comics

Dieser Beitrag ist Teil des Themenmonats #Comicmärz

Auch im #ComicMärz möchte ich Politik und Gesellschaft nicht außen vor lassen. Feminismus ist schließlich ein Herzensthema von mir. Beim Blick in die Comicregale der näheren und entfernteren Buchhandlungen fällt mir immer noch ein eklatantes Ungleichgewicht zwischen Autoren und Zeichnern und Autor*innen und Zeichner*innen auf. Natürlich gibt es Besprebungen dieses Ungleichgewicht aufzuheben, davon erzählt auch Max vom Splitter-Verlag im Interview. Aber auch der Blick in den aktuellen Splitter Katalog offenbart: Wir haben noch einen verdammt weiten Weg vor uns bis zu einer annähernd gleichwertigen Sichtbarkeit, sowohl hinsichtlich der Urheber*innen als auch hinsichtlich der Themen. Dass es auch anders geht, zeigen diese feministischen Comics.

„A Thousand Ships“ von Natalie Haynes

In „A Thousand Ships“ geht es um den trojanischen Krieg, bei dem die namensgebenden tausend Schiffe vor der Küste Trojas landeten und der nach zehn Jahren mit der großen List der Griechen und dem Niedergang Trojas enden sollte. Viele legendäre Figuren kämpften in diesem Krieg mit: Achilles, Odysseus, Hector, Paris… klar, alles Männer. Helena spielt zwar auch mit, aber sie ist nur Objekt der Begierde, Kriegsbeute, ohne wirkliche eigene Geschichte.

Wäre es da nicht interessant, den Trojanischen Krieg einmal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen? Wenn einmal Frauen die handelnden und fühlenden Charaktere wären? Genau das versucht „A Thousand Ships“. Und diese Idee finde ich richtig und wichtig. Schließlich wurden Frauen den größten Teil der Menschheitsgeschichte marginalisiert und zu Randfiguren degradiert – und werden es immer noch. Aber eine gute Idee bedeutet nicht gleich ein gutes Buch, oder?

„Schamlos“ von Amina Bile, Sofia Nesrine Srour und Nancy Herz

Ein Cover wie ein Ausrufezeichen. Lies! Dieses! Buch! Ich fand die Illustration auf dem Einband von „Schamlos“ wahnsinnig gelungen, sowohl künstlerisch, wie auch inhaltlich. Illustratorin Esra Røise hat nicht nur das Cover beigesteuert, sondern auch innerhalb des Buches immer wieder schöne Begleitillustrationen gefunden. Das Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht, wegen dem Cover habe ich das Buch gelesen.

„Das Problem mit den Frauen“ von Jacky Fleming

Der feministische September ist zwar bereits vorüber (lautes Wehklagen im Hintergrund, das Vergießen einzelner Tränen ist zu hören), was aber nicht bedeutet, dass hier auf dem Blog keine feministische Literatur mehr vorgestellt wird oder dass generell die Bemühungen für Gleichberechtigung eingestellt werden. Heute möchte ich euch einen richtigen Schatz von einem Buch vorstellen. Petrissa vom Hundertmorgenwald hat mich schon vor längerem auf das kleine Juwel „Das Problem mit den Frauen“ von Jacky Fleming aufmerksam gemacht, aber erst jetzt bin ich tatsächlich zum Lesen gekommen.

"Das Problem mit den Frauen" Cover

[Feministische Essays #3] „Untenrum frei“

Als Abschluss meiner kleinen Reihe zum feministischen September #femtember habe ich mir mein erstes und auch liebstes feministisches Buch aufbehalten: „Untenrum frei“ von Margarete Stokowski. Zum ersten Mal begegnet bin ich Margarete Stokowski in einer Folge von „Schulz und Böhmermann“. Danach wurde ich neugierig und fing an, ihre Kolumnen auf Spiegel Online zu lesen. Sie war der Grund, warum ich anfing, mich mit Feminismus zu beschäftigen und ihr Buch hat mich so sehr beschäftigt, dass ich es bis heute mehrmals gelesen und auch als Hörbuch gehört habe.

[Geschichte mal weiblich #3] Lakshmibai

Eine Illustration von Lakshmibai aus dem Buch "Kickass Women"
aus „Kickass Women“ von Mackenzi Lee

Nein, Lakshmibai ist keine Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin, in der dir durch komplizierte Verrenkungen deine Nackenwirbel wieder gerade gerückt werden.* Lakshmibai lebte Anfang bis Mitte des 18. Jahrhunderts in Indien und sollte sich als „die gefährlichste unter den Rebellenanführern“ einen Namen bei den britischen Besatzern machen. Wie jedoch wurde Lakshmibai zur Rebellin? In diesem Beitrag zum feministischen September erfahrt ihr mehr.

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