Feminismus

“Unerschrocken – Gesamtausgabe” von Pénélope Bagieu

Im Blick hatte ich die zwei “Unerschrocken”-Bände von Pénélope Bagieu schon länger. Wenn ich mich recht erinnere, waren sie zwischendurch vergriffen. Das ist zumindest die einzige logische Erklärung, warum die Reihe nicht längst in meinen Besitz gewandert ist. Feminismus und Comics, da stehe ich einfach drauf. Naja, im Nachhinein ist das gar nicht schlimm, denn Reprodukt hat eine glorreiche Gesamtausgabe der Portraits von Bagieu veröffentlicht. Glorreich, weil das Cover glänzend ins Auge sticht und die ganze Aufmachung sehr hochwertig ist. Die Dicke des Papiers – herrlich! Und die glänzende Prägung auf dem Cover…

Um ehrlich zu sein, ich hätte mir die Gesamtausgabe auch zugelegt, wenn die Einzelbände bereits in meinem Besitz gewesen wären. Schließlich versteckt sich ein ziemlicher Schatz zwischen diesen prächtigen Buchdeckeln (trage ich ein wenig zu dick auf? Ich denke nicht).

Feministische Kinderbücher

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2021

Als kleinen Nachtrag zum #femtember möchte ich noch einige feministische Kinder- und Jugendbücher vorstellen, die sich mittlerweile in meinen Regalen sammeln. Ich finde es sehr wichtig, Kinder schon für Diversität und Diskriminierung zu sensibilisieren. Meine Hoffnung ist, dass Kinder mit entsprechendem Bewusstsein zu einer gerechteren und offeneren Gesellschaft beitragen.

„Anarchie Déco“ von J. C. Vogt

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2021

Berlin, die 1920er, Nazis – einerseits Setting von „Anarchie Déco“, andererseits Themen, die auf meiner persönlichen Beliebtheitsskala ziemlich weit unten rangieren. Wäre das Buch also von jemand anderem als Judith und Christian Vogt (alias J. C. Vogt) geschrieben worden, ich hätte es vermutlich gar nicht erst in die Hand genommen. Bei den beiden weiß ich aber, dass in ihren Büchern immer auch ganz andere Dinge eine Rolle spielen: Feminismus, Nonbinarität, der Sturz des Patriarchats, das Aufbrechen heteronormativer Vorstellungen und der Kampf gegen -ismen (wie Sexismus und Rassismus). Und das, wiederum, sind genau meine Themen!

„Why We Matter – das Ende der Unterdrückung“ von Emilia Roig

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2021

Im ersten Moment sagte mir der Name der Autorin, Emilia Roig, wenig. Erst auf den letzten Seiten von “Why We Matter” fand ich heraus, dass Roig ein Wissenschafts-Star ist, die in Deutschland, Frankreich und den USA lehrt! Sie ist Politikwissenschaftlerin, Aktivistin und Gründerin des Center for Intersectional Justice und ich hatte sogar bereits etwas von ihr gelesen: In “Nerds retten die Welt” wird Roig von Sibylle Berg zu Intersektionalität, Feminismus und Rassismus interviewt. Was sie dort anreißt, lässt sich in “Why We Matter” deutlich ausführlicher und persönlicher nachlesen.

“Die Götter müssen sterben” von Nora Bendzko

Die (von mir) langerwartete Veröffentlichung von “Die Götter müssen sterben” reiht sich ein in eine Auswahl diverser Neuerscheinungen diesen Sommer, die mir neue Hoffnung für die deutsche Phantastikszene machen. Weg mit den immergleichen patriarchalen Erzählstrukturen, Tropes und Figuren, hin zu einer progressiveren Phantastik. Neben Nora Bendzkos Buch erscheinen unter anderem diesen Sommer noch:

  • “Knochenblumen welken nicht” von Eleanor Bardilac
  • “Mutterschoß” von Elea Brandt
  • “Herz des Todes” von Magret Kindermann
  • “Anarchie Déco” von J. C. Vogt

Hier soll es aber nicht um diese ganzen tollen Veröffentlichungen gehen, sondern um “Die Götter müssen sterben”. In diesem Beitrag möchte ich euch von den vielen Punkten erzählen, die das Buch so bemerkenswert machen.

„Auf einem Sonnenstrahl“ von Tillie Walden

Dieser Beitrag ist Teil des Themenmonats #ComicMärz 2021

Bevor ich über „Auf einem Sonnenstrahl“ zu sprechen komme, muss ich eines loswerden: Tillie Walden macht ganz große Kunst. Ihre Werke sind einzigartig und zeugen von Diversität, Verständnis und auch Zielstrebigkeit. In „Auf einem Sonnenstrahl“ hat Tillie Walden 544 Seiten komplett selbst geschrieben, gezeichnet und koloriert. Irre, was das für eine Arbeit gewesen sein muss! Und das ist ja längst nicht Waldens einzige Arbeit. Auf Deutsch sind von ihr außerdem „Pirouetten“ und „West, West Texas“ erschienen, beide auch absolut empfehlenswert. Wer noch mehr zu Tillie Walden erfahren möchte, dem sei dieser Artikel auf tor-online.de von Christian Endres ans Herz gelegt. Ich kann verraten, dass Endres eine ähnliche Lobeshymne geschrieben hat wie die, die hier gleich folgt.

Feministische Comics 2

Dieser Beitrag ist Teil des Themenmonats #ComicMärz 2021

Vor einem Jahr habe ich im Rahmen des ComicMärz einen ersten Sammelbeitrag über feministische Comics verfasst. Leider ist dieser zweite Artikel nicht ganz rechtzeitig zum diesjährigen feministischen Kampftag fertig geworden. Da wir aber noch Meilen von einer diversen gleichberechtigten und diskriminierungsfreien Gesellschaft entfernt sind, ist bis dahin sowieso jeder Tag feministischer Kampftag. Also Vorhang auf für eine neue Runde feministischer Comics!

Wie entsteht ein Comic beim avant-verlag? Ein Interview mit Gründer Johann Ulrich

Dieser Beitrag ist Teil des Themenmonats #ComicMärz 2021

Lieber Herr Ulrich, zuerst einmal vielen herzlichen Dank, dass Sie sich zu diesem Interview im Rahmen des Themenmonats #ComicMärz bereiterklärt haben. Es ist mir eine besondere Freude, gerade weil der avant-verlag ein sehr politisches Profil hat.

„Wie schreibe ich divers? Wie spreche ich gendergerecht? Ein Praxishandbuch“

Wenn ihr meinen Blog häufiger besucht, wisst ihr um meine Bemühungen zu gendergerechterer Sprache. Manchmal bin ich mir bei Formulierungen aber unsicher und natürlich könnte ich einiges besser machen. Wie gut, dass kürzlich dieses „Praxishandbuch zu Gender und Sprache“ bei w_orten und meer erschienen ist, einem Verlag für diskriminierungskritisches Handeln.

“Sprache und Sein” von Kübra Gümüşay

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des #SachJan21

“Voll dein Buch!”, sagte meine Frau, nachdem ich ihr ein bisschen über den Inhalt von “Sprache und Sein” von Kübra Gümüşay erzählt hatte. Und was soll ich sagen? Sie hat Recht. Unsere Sprache beeinflusst unser Bewusstsein und damit auch unsere Wahrnehmung und unser Denken. Was sprachlich nicht stattfindet, wird auch kulturell ausgegrenzt. Darüber schreibt – viel besser als ich es je ausdrücken könnte – Kübra Gümüşay in ihrem Buch.

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