Sachbücher

“How to be a Woman” von Caitlin Moran [Gastbeitrag]

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2020

Über Gastbeiträge von Mitblogger*innen freue ich mich immer sehr, auch zum letztjährigen #femtember gab es zwei. Dieses Jahr erweist mir Yvonne von rezensionsnerdista.de die große Ehre und veröffentlicht hier eine Rezension zu “How to be a Woman” von Caitlin Moran. Ihren Blog gibt es seit Juni 2020 und sie hat schon über 50 Rezensionen online, die meisten im Bereich Phantastik und Science Fiction mit einem Schwerpunkt auf Kurzgeschichten und Anthologien. Yvonne liest zurzeit circa acht Bücher im Monat, sofern man Hörbücher mit einberechnet und schreibt aus Zeitgründen im Moment nur Kurzgeschichten.

“We are Feminists – Eine kurze Geschichte der Frauenrechte”

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2020

Ein Buch über die Geschichte der Frauenbewegung habe ich im Juli schon gelesen: “Die illustrierte Geschichte der weltweiten Frauenbewegung” ist ein interessantes Buch, für das ich aber auch Kritikpunkte hatte: Zu zentriert auf den englischsprachigen Raum, teils langatmig, wenig Raum für queere Themen. Da war ich gespannt, was “We are Feminists” besser macht.

“Feminismus – Die illustrierte Geschichte der weltweiten Frauenbewegung”

Dieser Band im Coffee-Table-Format beleuchtet die wichtigsten feministischen Strömungen der letzten 150 Jahre und setzt die Geschichte des Feminismus mit historischen Dokumenten und Fotografien in Szene. Dargestellt werden kämpfende Frauen von der Suffragettenbewegung bis hin zu Feminist*innen heute. Geschichte ist ja schön und gut, aber was nutzt die Lektüre des Buches für die aktuelle Debattenkultur? Die Antwort liefern die Autor*innen in der Einleitung direkt selbst:

Weil es für Feminist*innen wichtiger ist denn je, ihre Geschichte zu kennen. Wer überzeugend sein will, wer die Ansichten anderer verstehen und einordnen können will, muss zwangsläufig gut informiert sein.
Feminismus, S. 4

„Nerds retten die Welt“ von Sibylle Berg

Sich ein Weltuntergangsszenario vorzustellen, ist momentan gar nicht so schwer. Dazu braucht es noch nicht einmal dystopische Comics. Da wir aber nicht unbedingt auf die Rettung durch Außerirdische zählen können, stellt sich die Frage: „Wer rettet uns und unsere Welt?“ Sibylle Bergs Antwort auf diese Frage lautet: Die Nerds! Im Rahmen einer Kolumne sprach Berg mit Wissenschaftler*innen über Themen wie die digitale Revolution, sexuelle Gewalt in Kriegsgebieten, außerparlamentarischen Widerstand, intersektionale Diskriminierung, den Aufbau der Klitoris und viele mehr. Nicht unbedingt Themen für alte weiße Männer also. Von den 16 interviewten Expert*innen sind auch immerhin sieben weiblich. Gut so.

“Frauen und Macht: Ein Manifest” von Mary Beard

Angepriesen von der Zeit als ein Buch mit der “Sprengkraft einer handtaschentauglichen Kleinwaffe”, kommt “Frauen und Macht: Ein Manifest” von Mary Beard erst einmal recht schmal daher. Was findet sich auf den 112 Seiten, das nicht bereits gesagt wurde, das feministische Debatten bereichert und dazu auch noch Sprengkraft hat?

“Prinzessinnenjungs” von Nils Pickert

Manchen mag das Cover von “Prinzessinnenjungs” vage bekannt vorkommen. Es geisterte vor ein paar Jahren durch die sozialen Medien. Darauf zu sehen: Feminist, Journalist und Vater Nils Pickert in einem Rock, an der Hand sein Sohn, in einem Kleid. Sein fünfjähriger Sohn trage gerne Röcke und er wolle ihm ein Vorbild sein und zeigen, dass das Tragen von Röcken okay sei. Und er wolle die unweigerlich aufkommenden Anfeindungen auf seine Schultern nehmen, statt auf die seines Sohnes. Dafür hat Pickert sowohl viel Zuspruch, als auch viele Anfeindungen abbekommen. Nun ist Pickerts “Pladoyer für die Freiheit von Geschlechterrollen in der Erziehung unserer Söhne” erschienen. Die Resonanz wird wohl – leider – ähnlich ausfallen.

“Eine Reise in die geheimnisvolle Tiefsee”

Komm mit mir auf wundersame Weise auf die Reise… zum tiefsten Punkt des tiefsten Meeres. Du brauchst: Nichts. Außer diesem Buch. Denn die Illustrationen in “Eine Reise in die geheimnisvolle Tiefsee” sind so realistisch und so schön anzusehen, vermutlich kann die Realität damit gar nicht mithalten. Illustratorin Annika Siems hat einen wundervollen Job erledigt und ich würde sehr gerne einmal die großformatigen Ölgemälde bewundern, die sie für dieses Buch gemalt hat. Und in dem Moment, als ich die Rezension von Gabriela gelesen habe, wusste ich: Dieses Buch will ich auch rezensieren!

“Schamlos” von Amina Bile, Sofia Nesrine Srour und Nancy Herz

Ein Cover wie ein Ausrufezeichen. Lies! Dieses! Buch! Ich fand die Illustration auf dem Einband von “Schamlos” wahnsinnig gelungen, sowohl künstlerisch, wie auch inhaltlich. Illustratorin Esra Røise hat nicht nur das Cover beigesteuert, sondern auch innerhalb des Buches immer wieder schöne Begleitillustrationen gefunden. Das Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht, wegen dem Cover habe ich das Buch gelesen.

“Anleitung zum Widerspruch” von Franzi von Kempis

Auf Instagram bin ich über das Buch “Anleitung zum Widerspruch” gestolpert, dessen Titel und Klappentext hohe Erwartungen meinerseits geschürt haben. In einer Zeit, in der sich der Diskurs immer weiter nach rechts verschiebt – frei nach dem Motto: Das wird man jawohl noch sagen dürfen – kommt ein “Spickzettel gegen Intoleranz” gerade recht. Denn wer kennt sie nicht, die Tante, die bei der großen Familienfeier plötzlich verkündet, Frauen in Burka gehöre in den Kopf geschossen. Oder die Freundin, die Homosexualität immer noch für etwas Unnatürliches hält. Wie tritt frau* dem entgegen? Der Klappentext zum Buch verspricht Abhilfe:

“Doch was entgegnet man, wenn jemand den Klimawandel leugnet, an die BRD-GmbH glaubt oder gegen Geflüchtete hetzt? Fanzi von Kempis gibt uns fundierte Argumente und sorgfältig recherchierte Fakten an die Hand, damit wir uns sicherer fühlen, um populistischen, unwahren oder hetzerischen Parolen etwas entgegenzusetzen.

Das Buchcover von "Anleitung zum Widerspruch"
Scroll to Top