Romane

“Der Mauersegler” von Jasmin Schreiber

Ohne zu flunkern kann ich sagen, dass ich alle bisher veröffentlichten Bücher von Jasmin Schreiber gelesen und sogar rezensiert habe: Sowohl ihr Erstlingswerk “Marianengraben” , wie auch ihr Sachbuch “Abschied von Hermine” . Mensch könnte mich also als kleinen Fan bezeichnen. Ungeduldig habe ich daher auf die Veröffentlichung von Schreibers zweitem Roman „Der Mauersegler“ erwartet, der letzten Monat endlich in meinen Briefkasten segelte.

“Papa – 1. Lehrjahr”: Ein Interview mit Autorin Melanie Amélie Opalka

Vergangenen November habe ich als Blogger an der Onlinebuchmesse teilgenommen und wurde einer Autorin als Pate zugelost. Ich hatte damals das große Glück, Amélie kennenzulernen, die ihr damals erschienenes Buch “Mach mir’n Kind” bewarb (das tolle Interview mit ihr ist hier nachzulesen). Das Buch handelt von einem Paar, das gerne ein Kind bekommen möchte, was allerdings nicht so recht klappen will. Nun ist die Fortsetzung erschienen: “Papa – 1. Lehrjahr”.

“Die goldene Ananas” von Dennis Kornblum

Es ist noch nicht allzu lange her, Anfang Februar war es, da flatterte eine Rezensionsanfrage in mein Postfach. Nun sind Rezensionsanfragen häufig eher nervig, weil sie teilweise einfachste Höflichkeitsformeln vergessen und nicht einmal an einen persönlich adressiert sind. Der Höhepunkt war einmal eine Anfrage, bei der die Mailadressen der hundert anderen Blogger*innen, die gleichzeitig angefragt wurden, sogar noch in der Mail zu sehen waren. Diese Nachricht allerdings war anders. Dennis Kornblum schrieb mir eine persönliche, freundliche und unaufdringliche Mail zu seinem Buch “Die goldene Ananas”. Er sagte, er sei selbst vom Asperger-Syndrom betroffen und habe in dem Roman auch autobiografische Erlebnisse verarbeitet. Zu dieser Anfrage habe ich sehr gerne “Ja” gesagt, zumal da ich hier auf dem Blog auch schon andere Bücher zum Thema “Autismus” vorgestellt habe.

Wenn es mit dem Eltern werden nicht klappt – ein Interview mit Melanie Amélie Opalka

Ich freue mich sehr, dieses Jahr als Blogger an der Online-Buchmesse teilzunehmen. Die OBM bietet Autor*innen, Blogger*innen und kleinen Verlagen die Möglichkeit, sich und ihr Programm zu präsentieren. Im Rahmen des Patenprogramms wurden Autor*innen und Blogger*innen zusammengewürfelt. Ich durfte Melanie Amélie Opalka kennenlernen, deren Buch “Mach mir’n Kind” seit kurzem erhältlich ist. In diesem Interview erzählt sie, worum es in ihrem Buch geht und wie sie auf die Idee dazu kam.

„Die Republik“ von Maxim Voland

Und wenn es umgekehrt gelaufen wäre?Die Republik, S. 5

Das ist die Prämisse von Maxim Volands heute erscheinenden Roman „Die Republik“. Statt einer Bundesrepublik gibt es in Volands alternativer Realität eine gesamtdeutsche DDR und einen kleinen widerständigen kapitalistischen Inselrest West-Berlin. Die DDR ist dabei nahe am Original, mit allen Vor- und Nachteilen des Systems, aber funktionierender Planwirtschaft und als führende hochtechnologisierte Wirtschaftsmacht. Welch Gedankenspiel!

“Ära des Verrats” von S. D. Foik

Mitte September ist die Autobiografie von Edward Snowden erschienen und sie liest sich sicher brisant. Er hat sicher jede Menge zu erzählen. Aber warum eine Biografie lesen, wenn frau* dieselbe Geschichte auch verpackt als Spionage-Thriller genießen kann? Schließlich erzählt “Ära des Verrats” von S. D. Foik ebenfalls Snowdens Geschichte.

„Normale Menschen“ von Sally Rooney

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2020

Seit ihrem Debütroman bin ich ein Fan von Sally Rooney. “Gespräche mit Freunden” ist einer meiner eher seltenen Ausflüge in die Gegenwartsliteratur, die ich wahnsinnig gut und spannend fand. Kein Wunder also, dass ich die deutsche Erstveröffentlichung von “Normale Menschen” herbeigesehnt habe.

“Die Tinktur des Todes” von Ambrose Parry

Ein Freier, der Gefühle für eine Prostituierte hegt. Ein Mord im Rotlichtmilieu, den niemand ernsthaft aufklären will. Ein Mann mit einem dunklen Geheimnis. Ein Hausmädchen, das sich zu Höherem berufen fühlt. Ein geheimer Kuss in einer engen Besenkammer. Puh, bei der “Tinktur des Todes” wurde offenbar extrem tief in die Klischee-Kiste gegriffen. Vermutlich ließen sich noch einige weitere finden. Das Klischee des noblen Butlers zum Beispiel. Oder das des armen jungen Mannes, der seine Herkunft und seinen niederen Stand verschweigt und unbedingt aufsteigen will.

Und noch etwas muss ich gleich zu Beginn relativieren: Die Aussage “So genial wie Sherlock Holmes“, die im Begleitschreiben zu dem Rezensionsexemplar steht, passt überhaupt nicht zum Buch. Wenn die Leser*in schon lange vor den Figuren weiß, wer der Mörder ist, sind die Charakter vielleicht vieles, aber nicht genial wie Sherlock Holmes.

Trotz alledem hat mir die Lektüre von “Die Tinktur des Todes” durchaus Spaß gemacht.

“Daisy Jones and The Six” von Taylor Jenkins Reid

Ohne groß zu spoilern kann ich erzählen, dass in “Daisy Jones and The Six” weniger als zehn Menschen sterben. Es gibt keine Schwertkämpfe. Niemand düst durchs All, höchstens metaphorisch auf einem Drogentrip. Die einzig vorkommende Magie ist die Magie der Musik. Ganz schön weit entfernt von meinen üblichen belletristischen Lesegewohnheiten also. Das ist vielleicht auch der Grund, warum das Buch mehr als ein Jahr auf meinem Stapel ungelesener Bücher lag. Die Veröffentlichung in Deutschland Anfang Juni bot nun allerdings die Gelegenheit, gemeinsam mit RoXXie von theartofreading.de einen buddy read zu starten, und “Daisy Jones” gemeinsam zu lesen.

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