Bücher

„Kamala Harris – Die Biografie“ von Dan Morain

Als Kamala Harris am 20. Januar ihr Amt als Vizepräsidentin der USA antrat, hatte ich das Gefühl, dass die Welt ein klitzekleines Stückchen besser wurde. Ich wünschte, es wäre nicht nennenswert, weil selbstverständlich, aber so weit sind wir (noch) nicht: Sie ist die erste Frau auf diesem Posten und gleichzeitig auch die erste Person of Color und ihre Geschichte hat viel vom Narrativ des American Dream. Autor Dan Morain hat die Gunst der Stunde genutzt und eine brandaktuelle Biografie veröffentlicht, die mit Harris Wahlsieg Ende letzten Jahres schließt.

Mein Monatsrückblick: Januar

Januar. Ein neues Jahr. Die Umstände sind dieselben geblieben. Was mir hilft – neben lauter Musik beim Kochen und spontanen Tanzeinlagen – ist Eskapismus. Die Flucht in Videospiele… und natürlich Bücher! Alles andere Welten, ohne Corona. Wenn ich nicht arbeite (oder spazieren/wandern gehe), dann spiele und lese ich also. Was genau, das erfahrt ihr im Monatsrückblick.

Was tun mit all den ungelesenen Büchern?

Wie viele Buchliebhaber*innen stehe auch ich vor einer Herausforderung: Ich kaufe tendenziell mehr Bücher, als ich lese. Und so stapeln sich die ungelesenen Bücher auch bei mir und ich komme nie dazu, weil es ja immer wieder neuen und spannenden Nachschub gibt. Aktuell warten bei mir 56 Bücher darauf, gelesen zu werden. Das ist sicherlich kein Höchstwert, ich kenne einige Buchblogger*innen, bei der die Zahl mindestens dreistellig ist. Trotzdem: Ich möchte weniger Bücher kaufen – zumindest bis ich (fast) alle bereits vorhandenen gelesen habe.

Schon mal vorab: Wenn ihr – zusätzlich zu meinen Ideen – effektive Vorschläge zum SuB-Abbau habt, immer in die Kommentare damit! Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam =)

Einen Tipp aus den Kommentaren von Aleshanee habe ich bereits umgesetzt und finde ihn so gut, dass ich ihn hier im Artikel ebenfalls teilen möchte: Und zwar werde ich zukünftig neu entdeckte Bücher nicht mehr direkt kaufen, sondern sammle sie zuerst auf einer Wunschliste (in der App bookstats, gibt es aber auch bei Buchhändler*innen oder goodreads oder oder oder). Bücher von der Wunschliste kaufe ich erst, wenn ich Kapazitäten/Lust habe. Und wenn ein Buch zu lange ungekauft bleibt, fliegt es auch wieder von der Wunschliste herunter.

„Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des #SachJan21

„Voll dein Buch!“, sagte meine Frau, nachdem ich ihr ein bisschen über den Inhalt von „Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay erzählt hatte. Und was soll ich sagen? Sie hat Recht. Unsere Sprache beeinflusst unser Bewusstsein und damit auch unsere Wahrnehmung und unser Denken. Was sprachlich nicht stattfindet, wird auch kulturell ausgegrenzt. Darüber schreibt – viel besser als ich es je ausdrücken könnte – Kübra Gümüşay in ihrem Buch.

Mein Jahresrückblick 2020

2020 – was für ein Jahr… Es hatte so gut angefangen, am 11.01. haben bei meiner Frau und mir die Hochzeitsglocken geläutet. Gerade noch rechtzeitig, vieles von dem, was später kam, hätte mir getrost gestohlen bleiben können. Das geht euch vermutlich ähnlich. Aber hilft ja nichts, deshalb soll es hier auch weder um Politik, noch um Pandemien gehen. Stattdessen möchte ich mit euch – wie es sich für einen ordentlichen Buchblog gehört – auf die literarischen Höhe- und Tiefpunkte des Jahres zurückblicken und noch einmal erinnerungswürdige Bücher Revue passieren lassen. Außerdem wird es auch kurze Schwenks hin zu anderen Themen geben. Und hey, der Beitrag ist reich bebildert. Also Vorhang auf für Menschen, Bilder, Emotionen 2020! Ach ne, das war was anderes.

„Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin“ von R. F. Kuang

Fantasy, geschrieben von einer Autorin, spielend in einer an das feudale China angelehnten Welt und mit einem Mädchen als Hauptfigur. Wenn das nicht mal etwas erfrischend Neues ist!

Das waren die ersten Zeilen meiner Rezension zum ersten Band der Trilogie: „Im Zeichen der Mohnblume – die Schamanin“. Das Mädchen ist inzwischen eine Frau, sonst hat sich nicht viel geändert. Es freut mich sehr, dass diese Geschichte, die zumindest ein Stück weit die ausgetretenen Fantasy-Pfade verlässt, auch in Deutschland verlegt wird und Aufmerksamkeit erfährt.

Mein Monatsrückblick: November

Lang, lang ist mein letzter Monatsrückblick her. Seit Juli bin ich nicht mehr dazu gekommen, auf den Monat zurückzublicken. Es war und ist so viel los, da leidet die Menge an Beiträgen auf meinem Blog manchmal auch drunter. Außerdem muss ich zugeben, dass unsere momentanen gesellschaftlichen Umstände auch an mir nicht spurlos vorüber gehen. Obwohl es mir eigentlich gut geht, mein Arbeitsplatz gesichert ist und ich glücklich verheiratet bin, drückt mir Corona und die damit einhergehenden Einschränkungen arg auf die Stimmung. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie schlimm das erst für Menschen sein muss, denen es insgesamt nicht so gut geht. Ich hoffe, ihr da draußen findet Wege, mit all dem Mist umzugehen und kommt irgendwie halbwegs unbeschadet durch diese Zeit. Trotz allem habe ich diesen Monat wieder einiges gelesen. Was genau, das erzähle ich euch hier.

„Der Hof der Wunder“ von Kester Grant

Stell dir vor, die französische Revolution wäre gescheitert und in den Jahren danach herrschte das Gesetz des Dschungels in den Pariser Straßen. Ein “Tiger“ terrorisiert die Unterwelt und nur die „schwarze Katze“ wagt es, sich seinem Terror entgegenzustellen, soweit die Ausgangslage in „Der Hof der Wunder“. Allerdings sind in dem Roman rund um die neun Pariser Verbrechergilden nicht nur Elemente des Dschungelbuchs zu finden, auch eine dicke Brise „Les Miserables“ ist beigefügt. So begegnet Protagonistin Nina unter anderem Valjean, Javert und Thénardier. Glücklicherweise ist der Cast im Buch deutlich diverser als im Musical.

Kester Grants Erstlingswerk „The Court of Miracles“ ist im Juni 2020 im englischen Original erschienen. Groß war daher meine Überraschung, dass die deutsche Übersetzung es in einer broschierten Variante im Dezember 2019 auf die Ladentische geschafft hatte. Das muss ja ein richtiger Verlagscoup von Piper gewesen sein. Anfang November ist nun das Taschenbuch mit neuem Cover erschienen. Kommen wir also zur wichtigsten Frage: Wie lesenswert ist der Dschungelbuch-Les Miserables-Mix ohne Gesang denn nun?

„Lotte, träumst du schon wieder?“ Ein Interview mit Stefanie Rietzler und Fabian Grolimund

In letzter Zeit finden sich viele Interviews hier im Buchwinkel. Es freut mich sehr, dass mein kleiner Buchblog immer interaktiver wird. Heute habe ich die Freude, die Psycholog*innen Stefanie Rietzler und Fabian Grolimund zu ihrem neuen Buch „Lotte, träumst du schon wieder?“ befragen zu dürfen. Das ist nämlich alles andere als ein „ganz normales Kinderbuch“ . Aber lest selbst…

Wenn es mit dem Eltern werden nicht klappt – ein Interview mit Melanie Amélie Opalka

Ich freue mich sehr, dieses Jahr als Blogger an der Online-Buchmesse teilzunehmen. Die OBM bietet Autor*innen, Blogger*innen und kleinen Verlagen die Möglichkeit, sich und ihr Programm zu präsentieren. Im Rahmen des Patenprogramms wurden Autor*innen und Blogger*innen zusammengewürfelt. Ich durfte Melanie Amélie Opalka kennenlernen, deren Buch „Mach mir’n Kind“ seit kurzem erhältlich ist. In diesem Interview erzählt sie, worum es in ihrem Buch geht und wie sie auf die Idee dazu kam.

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