Bücher

Mein Monatsrückblick: Januar 2022

Zum neuen Jahr wollte ich meinen Monatsrückblick umstrukturieren mit dem Ziel, dass er weniger Arbeit für mich bedeutet und gleichzeitig unterhaltsamer ist und Leser*innen einen Mehrwert bietet. Naja, das mit der Arbeit hat schon mal so mittel geklappt: Die Vorlage für das neue Bild und danach auch das Ausfüllen der Vorlage haben ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen. Ich hoffe, das ist es wert. Wie findet ihr den neuen Aufbau des Monatsrückblicks? Lasst mir gern eure Eindrücke und/oder Veränderungsvorschläge in den Kommentaren da.

“Papa 2.0 – Nestbau inklusive” von Melanie Amélie Opalka

Autorin Amélie habe ich 2020 auf der Online-Buchmesse kennengelernt, sie wurde mir als Autor*innen-Patin zugelost. Seitdem durfte ich drei ihrer Bücher lesen: “Mach mir’n Kind“, “Papa – 1. Lehrjahr” und jetzt “Papa 2.0”. Die Bücher handeln von einem gesellschaftlich immer noch ein Stück weit tabuisierten Thema: Wir möchten gerne Eltern werden, aber es klappt einfach nicht. Was also tun? Der Austausch mit Amélie war total spannend, schließlich flossen in ihre Bücher autobiografische Details.

Die besten Bücher 2022 (Vorschau)

Leute, pssst! Kommt mal her, ich muss euch was verraten. Ich habe eine geheime Superkraft. Und zwar kann ich… naja, ich weiß jetzt schon, welche Bücher 2022 so richtig, richtig gut werden. Ihr glaubt mir nicht? Dann werft mal einen Blick auf diese Liste und kommt am Jahresende für den nächsten Jahresrückblick wieder. Dann schauen wir mal, inwiefern meine Vorhersagen ins Schwarze getroffen haben =)

Mein Jahresrückblick 2021

Im Dezember 2020 sind meine Frau und ich in die neue Wohnung umgezogen. Endlich mehr Platz für mehr Bücherregale! (Der eigentliche Grund war, dass Home Office ohne Arbeitszimmer nur sehr mäßig funktioniert). Ehe ich mich versehen habe, waren die neuen Regale aber auch schon wieder voll. Welch Ärgernis, dass wir beide gerne und viel lesen und auch gerne neue Bücher kaufen!

Zum großen Elefanten im Raum, der uns alle dieses komplette Jahr begleitet hat, möchte ich gar nicht viel sagen. Ich bin einfach froh, dass wir persönlich gesund und einigermaßen gut durch das Jahr gekommen und zu den gesundheitlichen Sorgen nicht noch berufliche und finanzielle dazugekommen sind. Die Booster-Impfung hat mir auch wieder ein wenig Sicherheit im (erzwungenen) Umgang mit anderen Personen gegeben. Ich hoffe sehr, dass auch ihr halbwegs heile durch das Jahr geschlittert seid.

Genug davon, kommen wir lieber wieder zu einem meiner liebsten Hobbys zurück: Bücher! Ich möchte euch in diesem Rückblick ein wenig mehr darüber erzählen, wie mein Lesejahr verlief und was mir besonders in Erinnerung blieb.

Habt ihr auch besondere Lesemomente aus dem letzten Jahr zu berichten oder vielleicht sogar eigene Blogbeiträge? Schreibt es mir gern in die Kommentare =)

„Jaron auf den Spuren des Glücks“ von Fabian Grolimund & Stefanie Rietzler

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich hier auf dem Blog ein Interview mit Fabian Grolimund und Stefanie Rietzler zu ihrem damals frisch erschienenen Buch „Lotte, träumst du schon wieder?“ geführt. Die beiden leiten eine Akademie für Lerncoaching in der Schweiz und haben in ihrem Buch eine Kindergeschichte mit Techniken zur Steigerung der Konzentration von AD(H)S-Kindern vermischt. Auch „Jaron auf den Spuren des Glücks“ ist mehr als „nur“ eine Geschichte.

Die schönsten Weihnachtsfilme (laut meiner Frau)

Oh wie schön ist Panama… äh, stop, das passt irgendwie nicht so gut als Einleitung für das 13. Türchen eines Adventskalenders. Ich muss gestehen, ich bin gar kein großer Weihnachtsexperte oder -fan. Schnee ist schön, ja. Beisammensein im Kerzenschein, auch nett. Ein paar Weihnachtslieder sind echte Ohrwürmer, aber darüber hinaus?

Zum Glück kenne ich jemanden mit deutlich mehr Erfahrung und Fachwissen in Sachen Weihnachten: Meine Frau Annalena. Bereits seit Wochen ist in unserer Wohnung alles sehr schön geschmückt und hinsichtlich Weihnachtsfreude kann ihr niemand das Wasser reichen. Für diesen Adventskalender habe ich sie als Expertin also gefragt: „Was sind die schönsten Weihnachtsfilme?“

Hier sind ihre fünf Favoriten (verfasst aus ihrer Sicht):

Das Wunder von Manhattan

In „Das Wunder von Manhattan“ geht es um die alleinerziehende Dorey und ihre Tochter Susan. Dorey ist für das Marketing in einem großen Kaufhaus tätig. Sie erzieht ihre Tochter sehr rational, weil sie selbst häufig vom Leben enttäuscht wurde. So ist der größte Wunsch von Tochter Susan dann auch sehr spießig: einen Vater, einen kleinen Bruder und ein Haus zu haben.

Als bei einer Marketingaktion des Kaufhauses der engagierte Weihnachtsmann angetrunken ist, springt kurzerhand der echte Weihnachtsmann für ihn ein. Allerdings hat er es nicht so einfach, die Menschen von seiner Existenz zu überzeugen.

Es ist ein Film voller Wärme, weil der Fokus auf dem Glauben liegt. Es geht ein wenig darum, den kindlichen Glauben zu bewahren und das finde ich einen schönen Gedanken. Die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traumwelt verschwimmen ein wenig, wie bei Kindern. Man kann sich selbst wieder ein bisschen in die eigene Kindheit hineinversetzen und daran denken, wie schön es wäre, noch einmal selbst Kind zu sein. Und ich könnte immer dabei weinen.

Verrückte Weihnachten

Schauplatz von „Verrückte Weihnachten“ ist der typische amerikanische Vorort. Die ganze Straße ist verrückt nach Weihnachten und dekoriert auch entsprechend. Aber für die Familie Krank ist Weihnachten dieses Jahr nicht dasselbe. Weil die mittlerweile erwachsene Tochter dieses Jahr nicht über Weihnachten nach Hause kommt, beschließen die Eltern, Weihnachten nicht zu feiern und stattdessen eine Kreuzfahrt zu machen. Ihre Weigerung, festlich zu dekorieren, kommt allerdings im Ort überhaupt nicht gut an und es kommt zu Streitereien und Zwistigkeiten. Natürlich kommt am Ende alles anders als erwartet und Weihnachten wird gerettet.

Bei „Verrückte Weihnachten“ kann ich einfach ständig lachen. Der Film nimmt den Wahnsinn der Vorweihnachtszeit auf die Schippe. Auf der einen Seite sind die vielen Rituale ja schön und geben Halt, auf der anderen Seite werden Abweichungen von den engen Vorstellungen (Schneemann Frosty muss aufs Dach!) nicht akzeptiert. Für mich ein Film für die ganze Familie.

Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel

Der Film basiert auf einem Buch von Cornelia Funke. Es geht um den falschen Weihnachtsmann Waldemar Wichteltod, der die Herrschaft über die Weihnachtswelt an sich gerissen und die anderen Weihnachtsmänner zu Eis hat erstarren lassen. Er will keine Wünsche mehr erfüllen, da er auf das Geld der Eltern aus ist. Ein Weihnachtsmann, Niklas Julebok, kann aus der Weihnachtswelt fliehen und wohnt nun mit seinen Wichteln in einem Wohnwagen auf der Erde. Er versucht, Weihnachten zu retten und weiterhin die Weihnachtswünsche der Kinder zu erfüllen.

Hier spielt eine große Portion Nostalgie mit hinein, weil mein Bruder und ich in der Vorweihnachtszeit immer dieses Buch von unserer Mutter vorgelesen bekommen haben. Der Film zeigt ganz stark die Perspektive von Kindern und es geht darum wie wichtig es ist, dass die Wünsche von Kindern wahr- und ernstgenommen werden. Als Kind habe ich auch immer sehr mitgefiebert, ob der echte Weihnachtsmann es mithilfe der Kinder schafft, den falschen Weihnachtsmann, der auch die Rentiere verbannt hat, zu besiegen.

Liebe braucht keine Ferien

„Liebe braucht keine Ferien“ handelt von zwei erfolgreichen Frauen. Eine wohnt in England, die andere in den USA und beide hatten zuletzt wenig Glück mit ihren Beziehungen. Auf einem Portal zum Haustausch lernen sich die beiden kennen und entscheiden sich spontan, die Weihnachtstage im Haus der jeweils anderen zu verbringen. So kommen sie zwangsweise auch mit den Menschen aus dem Umfeld der anderen Frau in Berührung und was soll ich sagen? Love love love.

Es ist einfach ein romantischer Film fürs Herz, den man mit der besten Freundin gemütlich auf dem Sofa anschaut und bei dem man einfach ein bisschen schmachten kann. Viel mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Was den Film für mich auch so schön macht, ist, dass die Frauen die Hauptrolle in ihren eigenen Leben spielen und ihr Glück in die eigene Hand nehmen.

Es ist ein Elch entsprungen

Ein Junge namens Bertil wohnt mit seiner Mutter und seiner Schwester Kiki auf dem Land. Der Vater ist auf Forschungsreise am Nordpol und wird über Weihnachten nicht zuhause sein, was Bertil sehr traurig macht. Bertil glaubt schon lange nicht mehr an den Weihnachtsmann, muss seine Vorstellungen aber überdenken, als ein Elch durchs Dach der Familie kracht. Der Elch kann sprechen und stellt sich als Mr. Moose vor. Er ist der Elch des Weihnachtsmanns und vom Kurs abgekommen.

Ich mag den Film sehr, weil er ein wenig eine alternative Geschichte erzählt. Ein Elch versucht zusammen mit den zwei Kindern, Weinachten zu retten. Dabei kommt kommt es zu vielen lustigen Situationen. Es geht um Wünsche, die man sich vielleicht nicht traut, auf einen Wunschzettel zu schreiben. Manchmal müssen diese Wünsche aber laut ausgesprochen werden, damit sie in Erfüllung gehen können.

Habt ihr auch Lieblings-Weihnachtsfilme? Erzählt davon in den Kommentaren und ich leite eure Tipps an Annalena weiter =)

„Das Erbe der Elfenmagierin“ von James A. Sullivan

James A. Sullivan ist ein sehr sympathischer Autor. Nicht, dass ich ihn persönlich kenne oder schon mal getroffen hätte. Aber auf Online-Lesungen, beim Literaturcamp und generell auf Twitter macht Sullivan einen äußert freundlichen und empathischen Eindruck. Eine Person, mit der mensch gerne einen Nachmittag (und Abend) voller guter Gespräche verbringen könnte. Genau dieses Gefühl vermittelt Sullivan auch in seinem aktuellen Buch „Das Erbe der Elfenmagierin“, dem Auftakt zu einer Fantasy-Dilogie. Wer jetzt Angst vor Cliffhangern bekommt, keine Sorge: Band 2 und damit der Abschluss der Geschichte erscheint bereits Ende Januar 2022.

Feministische Kinderbücher

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2021

Als kleinen Nachtrag zum #femtember möchte ich noch einige feministische Kinder- und Jugendbücher vorstellen, die sich mittlerweile in meinen Regalen sammeln. Ich finde es sehr wichtig, Kinder schon für Diversität und Diskriminierung zu sensibilisieren. Meine Hoffnung ist, dass Kinder mit entsprechendem Bewusstsein zu einer gerechteren und offeneren Gesellschaft beitragen.

„Anarchie Déco“ von J. C. Vogt

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2021

Berlin, die 1920er, Nazis – einerseits Setting von „Anarchie Déco“, andererseits Themen, die auf meiner persönlichen Beliebtheitsskala ziemlich weit unten rangieren. Wäre das Buch also von jemand anderem als Judith und Christian Vogt (alias J. C. Vogt) geschrieben worden, ich hätte es vermutlich gar nicht erst in die Hand genommen. Bei den beiden weiß ich aber, dass in ihren Büchern immer auch ganz andere Dinge eine Rolle spielen: Feminismus, Nonbinarität, der Sturz des Patriarchats, das Aufbrechen heteronormativer Vorstellungen und der Kampf gegen -ismen (wie Sexismus und Rassismus). Und das, wiederum, sind genau meine Themen!

„Why We Matter – das Ende der Unterdrückung“ von Emilia Roig

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des feministischen September 2021

Im ersten Moment sagte mir der Name der Autorin, Emilia Roig, wenig. Erst auf den letzten Seiten von “Why We Matter” fand ich heraus, dass Roig ein Wissenschafts-Star ist, die in Deutschland, Frankreich und den USA lehrt! Sie ist Politikwissenschaftlerin, Aktivistin und Gründerin des Center for Intersectional Justice und ich hatte sogar bereits etwas von ihr gelesen: In “Nerds retten die Welt” wird Roig von Sibylle Berg zu Intersektionalität, Feminismus und Rassismus interviewt. Was sie dort anreißt, lässt sich in “Why We Matter” deutlich ausführlicher und persönlicher nachlesen.

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