Bücher

„Friedensklingen“ von Joe Abercrombie

„Süßer die Glocken nie kliiiiiingen…“, wird sich wohl das Team hinter der deutschen Übersetzung von „The Trouble With Peace“ von Joe Abercrombie gedacht haben. Auf Deutsch halt: Irgendwas mit -klingen, Nummer 5000. Dieses Mal hat „Friedensklingen“ das Rennen gemacht. Wohoo! Aber lassen wir das, ich habe mich bei ersten Band dieser Trilogie, „Zauberklingen“ schon über die Übersetzung geärgert. Immerhin passt das Cover besser und der Titel hat dieses Mal entfernt etwas mit dem Inhalt zu tun. Der Inhalt ist übrigens – nur damit das von Anfang an klar ist – über alle Zweifel erhaben. Abercrombie gehört weiterhin zu meinen absoluten Lieblingsautor*innen und liefert wieder ganz großes Kino ab. Kein Wunder, dass das Buch drei Mal den Weg in meine Regale gefunden hat.

„Die goldene Ananas“ von Dennis Kornblum

Es ist noch nicht allzu lange her, Anfang Februar war es, da flatterte eine Rezensionsanfrage in mein Postfach. Nun sind Rezensionsanfragen häufig eher nervig, weil sie teilweise einfachste Höflichkeitsformeln vergessen und nicht einmal an einen persönlich adressiert sind. Der Höhepunkt war einmal eine Anfrage, bei der die Mailadressen der hundert anderen Blogger*innen, die gleichzeitig angefragt wurden, sogar noch in der Mail zu sehen waren. Diese Nachricht allerdings war anders. Dennis Kornblum schrieb mir eine persönliche, freundliche und unaufdringliche Mail zu seinem Buch „Die goldene Ananas“. Er sagte, er sei selbst vom Asperger-Syndrom betroffen und habe in dem Roman auch autobiografische Erlebnisse verarbeitet. Zu dieser Anfrage habe ich sehr gerne „Ja“ gesagt, zumal da ich hier auf dem Blog auch schon andere Bücher zum Thema „Autismus“ vorgestellt habe.

„Wie schreibe ich divers? Wie spreche ich gendergerecht? Ein Praxishandbuch“

Wenn ihr meinen Blog häufiger besucht, wisst ihr um meine Bemühungen zu gendergerechterer Sprache. Manchmal bin ich mir bei Formulierungen aber unsicher und natürlich könnte ich einiges besser machen. Wie gut, dass kürzlich dieses „Praxishandbuch zu Gender und Sprache“ bei w_orten und meer erschienen ist, einem Verlag für diskriminierungskritisches Handeln.

Buchvorschau 2021

Ich weiß, wir sind erst im Februar und bei vielen Verlagen kann mensch bisher lediglich einen Blick in die Frühjahrsvorschauen erhaschen. Trotzdem gibt es – über das Jahr verteilt – jetzt schon einige Titel, auf die ich mich dieses Jahr besonders freue. Deshalb gibt es bei mir keinen Ausblick auf das Frühjahr, sondern gleich für das ganze Jahr. Da könnt ihr euch die Erscheinungsdaten direkt in eure Kalender eintragen und euch schon mal ein wenig mit mir vorfreuen. Mit einer Ausnahme habe ich keine internationalen Veröffentlichungen in meine Vorschau gepackt, sonst wäre der Beitrag noch viel länger geworden (und hätte die ein oder andere Doppelung enthalten). Aber jetzt genug der Worte und Vorhang auf für meine Buchvorschau 2021!

Und wenn ihr auch schon vorgemerkte Buchhighlights für 2021 habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare =)

„Kamala Harris – Die Biografie“ von Dan Morain

Als Kamala Harris am 20. Januar ihr Amt als Vizepräsidentin der USA antrat, hatte ich das Gefühl, dass die Welt ein klitzekleines Stückchen besser wurde. Ich wünschte, es wäre nicht nennenswert, weil selbstverständlich, aber so weit sind wir (noch) nicht: Sie ist die erste Frau auf diesem Posten und gleichzeitig auch die erste Person of Color und ihre Geschichte hat viel vom Narrativ des American Dream. Autor Dan Morain hat die Gunst der Stunde genutzt und eine brandaktuelle Biografie veröffentlicht, die mit Harris Wahlsieg Ende letzten Jahres schließt.

Mein Monatsrückblick: Januar

Januar. Ein neues Jahr. Die Umstände sind dieselben geblieben. Was mir hilft – neben lauter Musik beim Kochen und spontanen Tanzeinlagen – ist Eskapismus. Die Flucht in Videospiele… und natürlich Bücher! Alles andere Welten, ohne Corona. Wenn ich nicht arbeite (oder spazieren/wandern gehe), dann spiele und lese ich also. Was genau, das erfahrt ihr im Monatsrückblick.

Was tun mit all den ungelesenen Büchern?

Wie viele Buchliebhaber*innen stehe auch ich vor einer Herausforderung: Ich kaufe tendenziell mehr Bücher, als ich lese. Und so stapeln sich die ungelesenen Bücher auch bei mir und ich komme nie dazu, weil es ja immer wieder neuen und spannenden Nachschub gibt. Aktuell warten bei mir 56 Bücher darauf, gelesen zu werden. Das ist sicherlich kein Höchstwert, ich kenne einige Buchblogger*innen, bei der die Zahl mindestens dreistellig ist. Trotzdem: Ich möchte weniger Bücher kaufen – zumindest bis ich (fast) alle bereits vorhandenen gelesen habe.

Schon mal vorab: Wenn ihr – zusätzlich zu meinen Ideen – effektive Vorschläge zum SuB-Abbau habt, immer in die Kommentare damit! Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam =)

Einen Tipp aus den Kommentaren von Aleshanee habe ich bereits umgesetzt und finde ihn so gut, dass ich ihn hier im Artikel ebenfalls teilen möchte: Und zwar werde ich zukünftig neu entdeckte Bücher nicht mehr direkt kaufen, sondern sammle sie zuerst auf einer Wunschliste (in der App bookstats, gibt es aber auch bei Buchhändler*innen oder goodreads oder oder oder). Bücher von der Wunschliste kaufe ich erst, wenn ich Kapazitäten/Lust habe. Und wenn ein Buch zu lange ungekauft bleibt, fliegt es auch wieder von der Wunschliste herunter.

„Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des #SachJan21

„Voll dein Buch!“, sagte meine Frau, nachdem ich ihr ein bisschen über den Inhalt von „Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay erzählt hatte. Und was soll ich sagen? Sie hat Recht. Unsere Sprache beeinflusst unser Bewusstsein und damit auch unsere Wahrnehmung und unser Denken. Was sprachlich nicht stattfindet, wird auch kulturell ausgegrenzt. Darüber schreibt – viel besser als ich es je ausdrücken könnte – Kübra Gümüşay in ihrem Buch.

Mein Jahresrückblick 2020

2020 – was für ein Jahr… Es hatte so gut angefangen, am 11.01. haben bei meiner Frau und mir die Hochzeitsglocken geläutet. Gerade noch rechtzeitig, vieles von dem, was später kam, hätte mir getrost gestohlen bleiben können. Das geht euch vermutlich ähnlich. Aber hilft ja nichts, deshalb soll es hier auch weder um Politik, noch um Pandemien gehen. Stattdessen möchte ich mit euch – wie es sich für einen ordentlichen Buchblog gehört – auf die literarischen Höhe- und Tiefpunkte des Jahres zurückblicken und noch einmal erinnerungswürdige Bücher Revue passieren lassen. Außerdem wird es auch kurze Schwenks hin zu anderen Themen geben. Und hey, der Beitrag ist reich bebildert. Also Vorhang auf für Menschen, Bilder, Emotionen 2020! Ach ne, das war was anderes.

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