Buchempfehlung: „Star Wars – Women of the Galaxy“

Ich habe den neuesten Star Wars Film, der Aufstieg Skywalkers, bereits vergangenen Sonntag im Kino gesehen. Die erste Hälfte Schnitzeljagd fand ich ziemlich schlecht, ab dem großen Kampf in den Wellen ging die Kurve für mich aber steil bergauf. Gegen Ende hatte ich richtig Star Wars-Feeling und kam durchaus zufrieden wieder aus dem Kino.

Hier soll es aber nicht (nur) um den neuesten Kinofilm gehen, sondern vielmehr um die Frauenrollen in Star Wars. Wie sehr oder wie wenig feministisch Star Wars ist, darüber kann frau* sicherlich vortrefflich streiten. Unbestreitbar ist für mich allerdings, dass sich in der weit, weit entfernten Galaxis eine Menge interessanter weiblicher Figuren tummeln. Wie schön, dass es ein Buch gibt, in dem Infos zu diesen Charakteren gesammelt sind: „Star Wars – Women of the Galaxy“. Nebenbei: Das Buch ist auf Englisch, eine deutsche Übersetzung gibt es meines Wissens nicht.

Star Wars – Women of the Galaxy | Autorin: Amy Ratcliffe
Verlag: Chronicle Books | Veröffentlicht im: Oktober 2018 | Seiten: 232

Haupt- und Nebenrollen

Wenn ich an die frühere Prinzessin Leia oder Königin Padme denke, dann war da noch nicht so viel mit weiblicher Ermächtigung, Hauptsache gut aussehen und sich von den Männern helfen lassen. Auch der Großteil der Nebenfiguren ist in den alten Filmen – selbstverständlich – männlich. Erfreulicherweise gibt es in der aktuellen Trilogie vermehrt weibliche Nebenrollen, was ich eine positive Entwicklung finde. Auch die weiblichen Hauptrollen sind differenzierter dargestellt und in Gefahrensituationen keinesfalls hilflos, siehe zum Beispiel Rey oder Ahsoka Tano aus den animierten Star Wars Serien.

Diverses Universum

Unabhängig von ihrer Haupt- oder Nebentätigkeit finden sich in „Women of the Galaxy“ 75 weibliche Charaktere aus allen Filmen und Büchern. Die Frauen bevölkern das komplette Spektrum zwischen Gut und Böse: Von Sith über Kopfgeldjägerinnen, Kampfpilotinnen und Müttern bis hin zu Jedi ist alles vorhanden. Viele Frauen kannte ich, einige waren mir neu, aber zu allen habe ich interessante neue Hintergrundinfos erfahren. Oft sind den Charakterbeschreibungen nämlich Gespräche mit den entsprechenden Schauspieler*innen oder Autor*innen beigefügt. Vieles fand ich wirklich interessant.

Illustriert sind die Steckbriefe von weiblichen und non-binären Künstler*innen (so steht es auf dem Umschlag), was dem ganzen in meinen Augen einen schönen feministischen Touch gibt. Wer sich für Star Wars interessiert und mehr über die (Anti-)Heldinnen der Saga erfahren möchte, dem sei „Star Wars – Women of the Galaxy“ sehr ans Herz gelegt!

3 Kommentare zu „Buchempfehlung: „Star Wars – Women of the Galaxy““

  1. Frauen und SciFi ist schon lange so ein schwieriges Thema, aber ich habe das Gefühl, es kommt langsam ins Rollen. Star Wars bestätigt das. Aber auch Star Trek, besetzt noch bewusster. Auch wenn es sicherlich noch ein langer Weg ist, eine wirklich tolle Entwicklung.
    Grüße, Katharina

    1. Liebe Katharina,

      ja da hast du Recht, der Weg ist noch sehr lang. Ein guter nächster Schritt wäre zum Beispiel auch die zusätzliche Unterstützung von weiblichen* Autorinnen im Fantasy- und S/F-Bereich. Dann kommen weitere interessante weibliche Figuren ganz von allein.

      Viele Grüße,
      Nico

  2. Pingback: Meine Top 5 Comicfiguren - Im Buchwinkel #ComicMärz

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