Comics und Graphic Novels

Batman – Jahr Null

In einem Anflug aus Nostalgie und weil ich durch Werbung durchaus beeinflussbar bin, habe ich mir die ersten beiden Bücher der „Batman Graphic Novel Collection“ zugelegt. „Die besten Batman-Geschichten aller Zeiten“ und „Batmans Geschichte: Von Anfang bis Ende“ waren auch einfach Werbesprüche, die mich eingefangen haben. Was will man machen.

Die neuen Bilder

Die ersten beiden Bände erzählen eine Neuinterpretation der Entstehungsgeschichte Batmans, die im Zuge des DC New 52-Projekts im Jahr 2013 entstanden. Gezeichnet von Greg Capullo hat Batman einiges an seinem Äußeren verändert, wie man oben an Band 2 (erstes der beiden Bücher, aus welchem Grund auch immer) sehen kann. Der klassische Anzug ist zeitweise verschwunden und auch Bruce Wayne kommt mit militärischem Haarschnitt anders herüber. Gewöhnungsbedürftig.

Bisweilen fand ich die Anordnung der Panels auf den Seiten etwas chaotisch, hier hätte man es für mich ein wenig schlichter halten können. Immer wieder wird die Erzählung aber durch ein einzelnes ganzseitiges Panel unterbrochen, das eine Schlüsselszene darstellt. Das gefiel mir ausgesprochen gut.

Ansonsten fand ich die Bilder bunt, teilweise grell. Alles in Ordnung, aber nicht atemberaubend.

Die neue Geschichte

Scott Snyder erzählt die Entstehungsgeschichte von Batman mitsamt dem Vorfall in der Crime Alley, allerdings in abgewandelter Form mit dem sogenannten „Red Hood“ und seiner Gang als Antagonisten. Später kommen noch ein sehr gewalttätiger Riddler und ein Monster, das den Knochenwachstum seiner Opfer kontrollieren kann, hinzu.

Das rätselhafteste Zitat

„Ein Haus ohne Kopf, aber dennoch mit Schopf. Ein Kopf, der ruht leis‘ aber ohne sein Eis. Nun, Batman, was bin ich?“
„Ich bin… eine Laus. Ein „Haus ohne Kopf“ ist das Wort „Haus“ ohne Anfangsbuchstaben. Dasselbe Prinzip bei „Leis‘ ohne Eis“… Der Buchstabe „L“. Ein „Aus“ mit „L“ ist folglich eine Laus.

Die alte Bewertung

Ich muss ehrlich zugeben, ich hatte mit diesem Neustart so meine Probleme. Sowohl mit Bruce Waynes/Batmans Aussehen, als auch mit der Geschichte um Batmans neue Gegner. Und die Entscheidung, wie Bruce zu Batman wird, wird einfach nur kurz abgehandelt und ist weder schlüssig noch emotional nachvollziehbar erklärt. Ich fand es deshalb nicht den besten Start in die Batman Collection. Ich werde der Sammlung aber mit dem dritten Band und Damian noch eine Chance geben. Vorerst von mir 5 von 10 Fledermäusen.

Hier geht es zur Rezension von Teil 3: Geboren, um zu töten

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